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20.11.2017

10:34 Uhr

So gelingt die Zusammenarbeit

Acht Tipps für bessere Teamarbeit

Von: Jan Guldner, Kristin Schmidt

  Es braucht mehr als ein Team von Experten, um ein Expertenteam aufzubauen. Mit diesen acht Tipps klappt es auch mit den Kollegen.

Das System Teamarbeit. Getty Images

Tipps damit die Teamarbeit wie geschmiert läuft.

Der Organisationspsychologe Eduardo Salas von der Rice-Universität in Houston empfiehlt, Mitglieder nicht nur nach Fachwissen, sondern auch nach ihrer Bereitschaft zur Kooperation auszuwählen – denn nicht jeder blüht in der Gruppe automatisch auf. Das zeigt auch eine Studie von Jason Garrett (McAfee Business School) und Srinath Gopalakrishna (Universität von Missouri). Sie untersuchten Zweierteams von Vertrieblern in einer Versicherung.

Zwar war die Arbeit im Duo motivierender – allerdings kam es darauf an, wie sehr die zuvor gemessene Leistungsfähigkeit der Einzelnen voneinander abwich. Soll heißen: Am besten funktionieren Teams, in denen die Unterschiede weder zu groß noch zu klein sind. Dann fühlen sich die Schwächeren nicht von den Stärkeren entmutigt und die Stärkeren nicht von den Schwächeren ausgebremst.

Richtige Größe

Maximal sieben Mitglieder sollte ein Team haben. Dafür plädiert Rolf van Dick, Professor für Sozialpsychologie an der Goethe-Universität Frankfurt. Der Vorteil: Bei dieser Gruppengröße habe der Vorgesetzte noch den nötigen Überblick, um alle erfolgreich zu führen. Wachse ein Team darüber hinaus, sei es ratsam, eine weitere Führungsebene einzuziehen.

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Hilfreiche Rituale

Gemeinsame Verhaltensweisen können die Solidarität steigern. Allerdings sollte man es mit solchen Ritualen auch nicht übertreiben, fand der Psychologe Nicholas Hobson von der Universität von Toronto heraus. In seiner Studie zeigten Gruppen, die zur Begrüßung regelmäßig Rituale wie einstudierte Handbewegungen und Verbeugungen ausführten, zwar eine stärkere Verbundenheit untereinander. Gegenüber Menschen, die nicht zu ihrer Truppe gehörten, wurden sie jedoch missgünstiger und schadenfroher.

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Virtuelle Unterschiede

In Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung treffen sich viele Kollegen nur noch virtuell. Eine gelungene Zusammenarbeit bedarf daher besonderer Fähigkeiten, meint der Psychologe Stefan Krumm von der FU Berlin. Er befragte 2016 jeweils rund 200 Experten, die entweder schon mehrere Jahre in virtuellen oder in analogen Teams zusammenarbeiteten, nach den Kernkompetenzen ihrer Tätigkeit. Am wichtigsten für die virtuelle Zusammenarbeit war es, autonom zu arbeiten, Eigeninitiative zu zeigen und sich eigenständig Ziele zu setzen.

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Regelmäßige Nachhilfe

Für so ziemlich jedes Problem können Unternehmen heute professionelle Unterstützung einkaufen – auch für die Teamarbeit. Aber bringt das was? Dieser Frage ging 2017 der Psychologe Desmond McEwan von der Universität von British Columbia in Vancouver nach. Er wertete 51 Studien mit insgesamt mehr als 8000 Teilnehmern aus, die die Effektivität von Teamtrainings untersucht hatten. Besonders effektiv waren Übungen, die die Kommunikationsfähigkeit und das Konfliktmanagement der Teilnehmer schulten. Diese Fähigkeiten, sagt McEwan, seien die Grundlage jeder Interaktion und würden deshalb bei fast jeder Gruppentätigkeit helfen.

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