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06.08.2017

09:32 Uhr

Umfrage

Nur zwei von fünf Beschäftigten sehen Karrierechancen im Unternehmen

Von: dpa

  Die meisten Beschäftigten in Deutschland beurteilen ihre Aufstiegsmöglichkeiten im eigenen Unternehmen skeptisch. Das Interesse daran ist allerdings auch gesunken.

Ein Mann sitzt in einem Büro in Berlin an seinem Arbeitsplatz vor einem Computerbildschirm. dpa

Ein Mann sitzt in einem Büro in Berlin an seinem Arbeitsplatz vor einem Computerbildschirm.

Karrierechancen Fehlanzeige: Nur 40 Prozent der Beschäftigten sehen einer Umfrage zufolge Aufstiegsmöglichkeiten im eigenen Unternehmen. Das sind sieben Prozentpunkte weniger als bei einer Befragung vor zwei Jahren, wie aus einer Studie des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY hervorgeht. Vor allem Frauen scheinen auf der Karriereleiter nicht voran zu kommen: Nur 37 Prozent von ihnen sehen entsprechende Möglichkeiten, während es bei den Männern 44 Prozent sind. Am besten werden insgesamt die Chancen im öffentlichen Dienst beurteilt.

Der Wunsch nach Karriere im eigenen Unternehmen ist allerdings auch deutlich weniger ausgeprägt als noch vor zwei Jahren. Der Umfrage zufolge wünscht sich nur eine Minderheit Aufstiegsmöglichkeiten. Bei den Männern sind es 38 Prozent, 2015 waren es noch 58 Prozent. Noch niedriger liegt die Quote bei Frauen mit 31 Prozent (2015:49 Prozent). Befragt wurden 1400 Beschäftigte.

„Die deutschen Arbeitnehmer sind relativ satt und zufrieden“, erläuterte EY-Partnerin Ulrike Hasbargen. „Work-Life-Balance hat bei vielen inzwischen einen höheren Stellenwert eingenommen als eine vielversprechende Karriere.“ Unternehmen müssten deshalb darauf achten, dass auch ihr Top-Personal ausreichend entlastet werde. Gerade für Frauen, die Karriere und Familie miteinander verbinden wollten, sei das ein wichtiger Faktor.

Gehaltsverhandlung: So klappt der monetäre Karrieresprung

Vorbereitung

Bereiten Sie sich konzentriert und fokussiert auf die Gehaltsverhandlung vor. Suchen Sie sich einen Mentor oder einen Coach, der ihre berufliche Situation und Weiterentwicklungsmöglichkeit objektiv einschätzen kann. „Daher sollten Sie auf keinen Fall Freunde oder Familie mit so etwas beauftragen, die haben eine verzerrte Wahrnehmung von Ihnen und Ihrer Leistung“, so Karriereberaterin Jutta Boenig.

Gespür für das Betriebsklima

Plant das Unternehmen, Mitarbeiter zu entlassen, vergessen Sie erst einmal die Gehaltsverhandlung. Sind die wirtschaftlichen Perspektiven allerdings durchaus positiv, könnte dies die beste Zeit für ein vertrauliches Gespräch mit dem Chef sein.

Kennen Sie Ihren Spielraum

Sie sollten ganz genau wissen, für welche Arbeiten Sie wie viel mehr Gehalt verlangen können. Konzentrieren Sie sich dabei auf die Unternehmensgepflogenheiten, eine allgemeine Internetrecherche zu Durchschnittswerten hilft indes wenig.

Mehr Gehalt bedeutet mehr Aufgaben

Seien Sie sich bewusst, dass Sie für ihr höheres Gehalt auch dauerhaft mehr leisten müssen. Recherchieren Sie also am besten vorab, was auf Sie zukommt und machen Sie sich klar, ob Sie dies auch leisten wollen.

Übernehmen Sie Verantwortung für den eigenen Fortschritt

Fragen Sie nach Weiterbildungsmaßnahmen und fordern Sie mehr Aufgaben, sollten Sie sich nicht ausgelastet oder unterfordert fühlen. Das verbessert Ihren Marktwert und zeugt von Eigeninitiative.

Unzufrieden ist die Mehrheit der Beschäftigten mit dem Gehalt: 56 Prozent halten sich für unterbezahlt. Wichtigstes Motiv für einen Jobwechsel ist den Angaben zufolge eine bessere Bezahlung (35 Prozent). Insgesamt ist die Loyalität der Beschäftigten aber hoch: 82 Prozent gaben an, dass sie sich ihrem Arbeitgeber verbunden fühlen, vor zwei Jahren waren es 77 Prozent.

Das Gehaltsgefüge im eigenen Unternehmen hält eine Mehrheit von 71 Prozent insgesamt für fair. „Das liegt allerdings möglicherweise auch daran, dass im eigenen Unternehmen oft der Vergleich fehlt“, vermutete Hasbargen. Durch neue Lohntransparenz-Gesetz könnte sich das ändern.

Als problematisch empfinden die Arbeitnehmer die Einkommensverteilung in Deutschland insgesamt: 76 Prozent halten sie für überwiegend oder absolut ungerecht.

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