WirtschaftsWoche

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23.05.2016

06:00 Uhr

Arbeitgeber-Ranking

Das sind die beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands

Von: Daniel Rettig

  Wo möchten Studenten nach dem Abschluss arbeiten? Und welche beruflichen Ziele haben sie? Für die WirtschaftsWoche wurden exklusiv rund 45.000 Jungakademiker befragt, wer ihr Traumarbeitgeber ist.

Was haben Soziologen der Generation Y nicht schon alles vorgeworfen. Die Jahrgänge ab 1980 seien verwöhnt und egoistisch, unkonzentriert, sprunghaft und illoyal. Der Millennial, das rätselhafte Wesen, beschäftigt jedoch nicht nur Wissenschaftler. Auch Unternehmen versuchen, diese Generation besser zu verstehen. Denn in Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel müssen Arbeitgeber auf die Wünsche und Bedürfnisse der Absolventen eingehen. Ignorieren? Zwecklos.
Aber wie ticken die 20- bis 35-Jährigen wirklich? Bei welchen Unternehmen möchten Studenten nach dem Abschluss arbeiten?

Was erwarten sie von einem optimalen Arbeitgeber? Und welche beruflichen Ziele sind ihnen besonders wichtig? Um Antworten zu finden, befragte das Beratungsunternehmen Universum im Auftrag der WirtschaftsWoche von Oktober 2015 bis März 2016 knapp 45.000 deutsche Studenten. Eine Zeit, in der bei deutschen Unternehmen viel passierte – und das schlägt sich in den Ergebnissen ebenfalls nieder. Die wichtigsten Erkenntnisse der Umfrage im Überblick.

Autohersteller weiter vorne

Auf den vordersten Plätzen finden sich auch in diesem Jahr wieder die üblichen Verdächtigen aus der Automobilindustrie. Die deutsche Vorzeigebranche führt die Beliebtheitsrankings seit Jahren an, weil sie bei der technikaffinen jungen Generation punkten kann. Bei den Wirtschaftswissenschaftlern kann BMW den im Vorjahr erstmals errungenen Spitzenplatz halten, bei den angehenden Ingenieuren kann Audi seinen langjährigen Spitzenplatz verteidigen. Bei den Studierenden der Informatik wird alles von den Platzhirschen Google, Microsoft, Apple (IT) und Max-Planck-Gesellschaft, Bayer, BASF (Naturwissenschaften) dominiert.

Volkswagen verliert

Ein Verlierer des Beliebtheitsrankings ist wenig überraschend Volkswagen. Sowohl bei Ökonomen als auch bei Nachwuchsingenieuren büßt der Konzern zwei Positionen im Vergleich zum Vorjahr ein. Ein vergleichsweise glimpfliches Ende. Volkswagen profitiere bei Studenten aktuell noch vom Vertrauensvorschuss, sagt Stefan Lake, Country Manager Deutschland bei Universum.

Die (un)beliebtesten Arbeitgeber der Ingenieure

Zur Umfrage

An der „Universum Student Survey 2016“ beteiligten sich von Oktober 2015 bis März 2016 knapp 45.200 Studierende von 211 Hochschulen. Die meisten waren angehende Wirtschaftswissenschaftler (34 Prozent) und Ingenieure (21 Prozent). Etwa zehn Prozent kamen aus den Naturwissenschaften, sieben Prozent studierten Informatik. Die Teilnehmer konnten aus einer Liste von 130 Unternehmen bis zu fünf Stimmen vergeben, außerdem konnten sie auch eigene Vorschläge machen.

Auf dem letzten Platz...

liegen in der Gunst der Ingenieure Philips, Trumpf, John Deere, Evonik und Bombardier (jeweils 1,8 Prozent).

Autobauer

Viele Ingenieure wollen zu Audi, Porsche, BMW und Daimler (Platz 1 bis 4) und zu VW (Platz 6 - 2015 Platz 4).

Deutsche Bahn

Ingenieure wollen eher als die anderen befragten Gruppen die Deutsche Bahn als Arbeitgeber. Hier landet das Unternehmen auf Platz 17 (4,9 Prozent), bei den Wirtschaftswissenschaftlern auf Platz 46 (2,7 Prozent), bei den Informatikern auf Platz 36 (2,8 Prozent) und bei den Naturwissenschaftlern auf Platz 44 (2,3 Prozent).

Doch das könne schnell entzogen werden.
Darauf deutet eine repräsentative Befragung im Auftrag der Denkfabrik German Marshall Fund ebenfalls hin. Demnach haben 46 Prozent der US-Bürger durch die Abgasaffäre Vertrauen in die Marke VW verloren. Auch deshalb startete VW vor einigen Monaten eine neue Kampagne. Vom Spruch „Das Auto“ hat sich der Konzern verabschiedet, nun will er „den Menschen und den Kunden“ in den Vordergrund stellen. Ob es hilft? Umso wichtiger sei es für den Konzern, künftig ehrlich und offen zu kommunizieren, sagt Lake: „Ansonsten ist ein weiterer und eventuell auch tieferer Absturz im Ansehen als Arbeitgeber nahezu unvermeidlich.“

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