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Recruiting-Trends

So locken Sie Bewerber an

  Der Arbeitsmarkt in Deutschland brummt. Gut für Leute auf Jobsuche. Schlecht für die, die ihre Stellen nicht besetzen können. Ein Personalexperte gibt Tipps, wie Unternehmen für Arbeitnehmer attraktiver werden.

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Arbeitsmarkt in Deutschland dpa

Quelle: dpa

Arbeitsmarkt in Deutschland

Das Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) geht davon aus, dass im kommenden Jahr in Deutschland 545.000 neue Arbeitsplätze entstehen werden. Dann sind 44,83 Millionen Deutsche in Lohn und Brot. "Die Kehrseite dieser positiven
Entwicklung: Für Unternehmen wird die Suche nach geeigneten Fachkräften noch schwieriger", sagt Sven Hennige, Senior Managing Director beim Personaldienstleister Robert Half. Personaler und Recruiter werden darauf reagieren müssen, sagt er. Damit das gelingt, hat er sieben Tipps für Unternehmen auf Bewerbersuche.

HR-Abteilung stärken gms

Quelle: gms

HR-Abteilung stärken
Wer Schwierigkeiten hat, Personal zu finden oder das existierende weiterzubilden, der darf nicht an der Personalabteilung sparen, so Henniges Fazit. Bevor es also an ein konkretes Maßnahmenpaket oder die Anschaffung bestimmter Recruiting-Software gehe, müsse erst einmal das Team gestärkt werden. "Ich erwarte, dass Unternehmen 2018 mit einer Aufstockung der Budgets und personellen Ressourcen für die Personalabteilung reagieren", sagt er. Wer bei der Personalabteilung spart, "droht den Anschluss zu verlieren."

Schneller auswählen und einstellen dpa

Quelle: dpa

Schneller auswählen und einstellen

"Aus zahlreichen Gesprächen und unseren Studien wissen wir, dass die Rekrutierung einer gut ausgebildeten Fachkraft in der Regel drei Monate oder länger dauert. Geht es um die Verpflichtung von Führungskräften, gehen oft sogar fünf Monate oder mehr ins Land", sagt Hennige. "Mit Blick auf den Rekrutierungsprozess wird die Hauptaufgabe der HR-Abteilung darin liegen, die Einstellungsdauer zu verkürzen." Außerdem sollten die Personaler effiziente Mitarbeiterbindungsmaßnahmen umsetzen. Wer icht kündigt, muss nicht umständlich ersetzt werden.

Weiterbildungsprogramme obs

Quelle: obs

Weiterbildungsprogramme
Um nicht vom Wettbewerb abgehängt zu werden, muss die Digitalisierung im kommenden Jahr der Schwerpunkt in den Weiterbildungsprogrammen von Unternehmen sein: Dabei wird es nicht nur darum gehen, Mitarbeiter im Umgang mit neuen Technologien vertraut zu machen. Vielmehr geht es auch darum, zu erkennen, welche Entwicklungspotenziale für jeden Einzelnen oder das Team in der digitalen Transformation stecken und Mitarbeiter für neue Aufgaben vorzubereiten. Hier entsteht die Möglichkeit, dem von Mitarbeitern häufig geäußerten Wunsch nach Weiterentwicklung gerecht zu werden.

Kultur verändern dpa

Quelle: dpa

Kultur verändern
"Ein Kernelement moderner und von digitalem Denken geprägter Unternehmenskultur ist die Führungskultur", sagt Hennige. Wer digitalaffine, flexible Kräfte sucht, braucht eine andere Kultur als vor 20 Jahren. "In vielen mittelständischen Unternehmen muss ein neues Verständnis von Führung entwickelt werden. Dabei geht es vor allem darum, die Potenziale der eigenen Mitarbeiter zu erkennen und Verantwortung zu übergeben", sagt Hennige. Wer seiner Belegschaft kein Mitspracherecht einräumt und Entscheidungen im stillen Kämmerlein trifft und umsetzt, braucht sich nicht wundern, wenn die einen gehen und die andern nicht kommen wollen.

Coachings für Führungskräfte dpa

Quelle: dpa

Coachings für Führungskräfte

Mit dem gewünschten Kulturwandel müssen sich auch Führungskräfte verändern. Sie sollen laut Hennige zu Koordinatoren und Kommunikatoren werden. Damit das klappt, soll die Personalabteilung die Manager dabei unterstützen, in dem sie ihnen individuelle Coachings vermitteln. Nur so könne jede Führungskraft ihren eigenen Führungsstil überprüfen, Fingerspitzengefühl entwickeln und gewohnte Denkweisen durchbrechen.

Mehr Flexibilität bieten dpa

Quelle: dpa

Mehr Flexibilität bieten
"Tatsächlich sind Unternehmen, die schon jetzt flexible Arbeitszeitmodelle bieten, deutlich attraktiver für bestehende und potenzielle Mitarbeiter", sagt Hennige. "Ich bin überzeugt davon, dass der Anteil an Mitarbeitern in Teilzeit, im Home-Office, mit Vertrauensarbeitszeit oder mit geteilten Arbeitsplätzen (Job-Sharing) je nach Geschäftsstrategie in den nächsten Jahren signifikant steigen wird", so seine Meinung. Wer diese Arbeitsmodelle anbiete, habe also einen Vorteil. "Parallel dazu werden Unternehmen stärker als bisher auf eine flexible Personalplanung setzen und mehr Zeitarbeitskräfte und Spezialisten beschäftigen, die ihr Know-how zum Beispiel für Digitalisierungsprojekte einsetzen und gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gefragt sind", sagt Hennige.

Höhere Gehälter dpa

Quelle: dpa

Höhere Gehälter

Um sich gegen Dax-Konzerne und Internetriesen aus den USA durchzusetzen, muss der Mittelstand mehr zahlen, sagt Hennige. Er plädiert für eine Erhöhung der Grundgehälter - und der Boni. "Dabei werden leistungsbezogene Elemente eine große Rolle spielen, die zunehmend an die Leistung des Teams oder des Unternehmens gekoppelt sein werden." Dabei gehen die performanceorientierten Vergütungsmodelle weg von jährlichen Beurteilungen hin zu kürzeren Ziel- und Beurteilungszyklen. Daneben wird es Mitarbeitern in Zukunft möglich sein, Teile ihres Gehalts gegen nichtfinanzielle Leistungen einzutauschen.

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