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Bitcoin jagt von Rekord zu Rekord

Das sind die berühmtesten Bitcoin-Kritiker

Von: ski

  Bitcoins sind der Hype des Jahres. Der Kurs verzehnfachte sich seit Jahresanfang und erreichte gerade mit über 10.000 Euro ein neues Allzeithoch. Doch Kritiker, darunter viele Ökonomen, halten ihn für eine Blase - und sogar Betrug.

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Jamie Dimon dapd

Quelle: dapd

James Dimon:
„Wer dumm genug ist Bitcoins zu kaufen, muss irgendwann den Preis dafür zahlen“. Der CEO der Bank JP Morgan hat sich bereits mehrfach äußerst kritisch gegenüber Bitcoins geäußert. Er hat sogar seinen Mitarbeitern gedroht jeden zu feuern, der mit Bitcoin handele.

Warren Buffett AP

Quelle: AP

Warren Buffett:
Buffett glaubt, dass es nicht möglich sei, einen wirklichen Wert von Bitcoins zu bestimmen, daher halte er die bisherige Entwicklung für eine Blase. „Es ist ein Fata Morgana“. Ein Scheck sei auch eine Möglichkeit Geld zu überweisen, deswegen seien Schecks aber nicht gleich eine Menge wert. “Es macht keinen Sinn. Sie [Kryptowährungen] sind nicht reguliert. Sie sind nicht unter Kontrolle. Sie werden nicht von der Fed oder irgendeiner anderen Zentralbank überwacht."

Joseph Stiglitz REUTERS

Quelle: REUTERS

Joseph Stiglitz:
Der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften geht sogar soweit vorzuschlagen, dass man Bitcoins verbieten solle. „Sie erfüllen keine soziale Funktion. Geldschöpfung ist eine der wichtigsten Funktionen des Staates. Bitcoins sind nur erfolgreich, weil sie dieses System umgehen. Es mangelt an Aufsicht.“ Bitcoins würden nur von ihren Erwartungen leben, später mehr wert zu sein. Es hätte sich ein Blase gebildet, die ein paar Leuten eine heiße Zeit beschere.

John Bogle Reuters

Quelle: Reuters

John Bogle:
Der Gründer der Vanguard Group, einem der größten Vermögensverwalter der Welt, äußerte sich auf einem Event des Council of Foreign Relations zu Bitcoins: „Vermeide Bitcoin wie die Pest.“ Er habe keine zugrundeliegenden Gewinne und sei vollständig von der Hoffnung abhängig, dass jemand anders die digitale Münze für einen höheren Preis abkaufe.

Mohamed El-Erian REUTERS

Quelle: REUTERS

Mohamed El-Erian:

Der Chefberater der Allianz hält den Bitcoin zwar für eine disruptive Technologie. Aber: "Das derzeitige Preisniveau konnte nur erreicht werden, weil Anleger davon ausgehen, dass der Bitcoin sich weltweit durchsetzen wird. Regierungen werden das in dem Ausmaß aber nicht zulassen, wie es sich im Bitcoin-Preis widerspiegelt." Er erwartet einen deutlichen Kursverlust, die Technologie werde trotzdem fortbestehen, sagte El-Erian bereits im September in einem Interview mit dem TV-Sender "CNBC".

Robert Shiller dpa

Quelle: dpa

Robert Shiller:

Der Wirtschaftsnobelpreisträger der Universität Yale sieht im Bitcoin das klassische Muster für irrationale Übertreibungen. "Wichtig ist die Story dahinter", sagte er dem Wirtschaftsportal "Quartz" in einem Interview. "Wir leben heute in einem Zeitalter fundamentaler Zukunftsängste, die durch die Digitalisierung ausgelöst werden. Die Leute fragen sich, was künftig ihr Platz in der Gesellschaft sein wird; ob sie noch einen Job haben oder überhaupt irgendeine Art von Eigentum. Und hier kommt der Bitcoin ins Spiel: Er befähigt die Leute. Sie verstehen, dass sie sich mit dem Bitcoin vom bisherigen System unabhängig machen können. Sie können damit spekulieren und reich werden. Er soll eine Lösung für die fundamentalen Ängste sein." Ideale Voraussetzungen für eine Blase, findet Shiller.

Ray Dalio AP

Quelle: AP

Ray Dalio:

Der Gründer von Bridgewater Associates, dem größten Hedgefonds der Welt, hält nichts vom weltweiten Run auf Kryptowährungen. "Der Bitcoin befindet sich in einer Blase. Anders als Gold ist es kein Mittel, um Werte zu erhalten - der Preis schwankt viel zu stark", sagte er CNBC im September in einem Interview. Auch als Zahlungsmittel tauge die Digitalwährung nicht. "Bitcoins lassen sich nicht leicht ausgeben, das Netzwerk ermöglicht zu wenige Transaktionen." Dabei ist er grundsätzlich von Konzept der Digitalwährungen überzeugt. "Es könnte funktionieren. Im Moment ist es aber reine Spekulation."

Ben Bernanke REUTERS

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Ben Bernanke:

Der ehemalige Vorsitzende der US-Notenbank Fed traut der Blockchain-Technologie zu, bald in großem Stil von der Finanzindustrie adoptiert zu werden. Vom Bitcoin hält er nicht so viel: "Bitcoin ist ein Versuch, Fiat-Währung zu ersetzen und damit Regulierungsmaßnahmen und staatliche Kontrolle zu umgehen. Ich glaube nicht, dass das ein Erfolg wird. Regierungen werden alles Nötige tun, um dies zu verhindern", sagte er laut Finanzen.net auf einer Konferenz des Blockchain-Start-ups Ripple im November.

Wladimir Putin dpa

Quelle: dpa

Wladimir Putin:

Russland steht Bitcoin und anderen Kryptowährungen mit einer Art Hass-Liebe gegenüber. Von Verboten bis zur Zulassung und dem Start einer eigenen Kryptowährung hat Russland in den vergangenen Jahren seine Positionen ständig überdacht. Der russische Präsident Wladimir Putin traf sich im Oktober mit Vertretern aus dem Finanzministerium und der russischen Zentralbank, um seine Position zum Bitcoin zu ordnen. "Kryptowährungen können illegale Einnahmen reinwaschen, mit ihnen lassen sich Steuern hinterziehen und Anleger betrügen", zitiert ihn der Kreml in einer Mitteilung. "Und niemand garantiert für die Einlagen. Sollte die Blase platzen, gibt es keine Institution, die die Verantwortung dafür übernehmen wird." Doch verdammen will Putin Bitcoin und Co. nicht. Er regte an, in Russland Regulierungen zu schaffen, die es Bürgern, Unternehmen und dem Staat ermöglichen, innovative Finanzinstrumente wie Kryptowährungen nutzen zu können.

Paul Krugman: REUTERS

Quelle: REUTERS

Paul Krugman:

Der Wirtschaftsnobelpreisträger bezog schon 2013 eine klare Position zum Bitcoin. Eine Kolumne, die er für die New York Times schreibt, betitelt er "Der Bitcoin ist böse". Sein Argument: "Um erfolgreich zu sein, muss Geld sowohl ein Tauschmittel als auch Wertbewahrungsmittel sein. Und es ist vollkommen unklar, warum Bitcoin ein stabiles Mittel sein sollte, um Werte zu bewahren."

Kenneth Rogoff REUTERS

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Kenneth Rogoff:

Der Ökonomieprofessor von der Harvard Universität schrieb Anfang Oktober in einem Beitrag für die britische Zeitung The Guardian: "Ich schätze, dass sich die Blockchain-Technologie langfristig durchsetzen wird. Der Bitcoinkurs wird aber dramatisch an Wert verlieren." Rogoff verteufelt Kryptowährungen als Alternative zur staatlich kontrollierten Währung keinesfalls. "Aber es wäre verrückt anzunehmen, dass der Bitcoin jemals das Zentralbankgeld ersetzt. Es wäre wünschenswert, dass Regierungen Transaktionen von kleinen Summen mittels digitalen Währungen erlauben. Aber es ist etwas völlig anderes, große Summen anonym zu versenden. Die Regierungen werden das schon deshalb nicht zulassen, weil es für sie dann sehr schwer wird, Steuern einzusammeln oder Geldwäsche zu bekämpfen."

Vitor Constancio: dpa

Quelle: dpa

Vitor Constancio:

Während EZB-Präsident Mario Draghi (links) bislang nur erklärte, die Europäische Zentralbank habe nicht die Macht, den Bitcoin zu regulieren, äußert sich sein Stellvertreter Vitor Constancio konkreter. Die Nachrichtenagentur Bloomberg zitiert ihn bei einem Auftritt in Frankfurt: "Bitcoin ist eine Blase, ähnlich der Tulpenmanie im 17. Jahrhundert. Er ist ein Spekulationsobjekt für diejenigen, die auf etwas wetten wollen, dessen Kurs in ein paar Tagen um 50 Prozent fallen oder 40 Prozent zulegen kann. Aber es ist definitiv keine Währung - und in der EZB sehen wir es als keine Gefahr für die Zentralbanken oder die Geldpolitik, damit das klar ist."

Laurence Fink REUTERS

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Laurence Fink:

In einem Bloomberg-Interview Anfang Oktober fand der Gründer und Vorstandschef von Blackrock, dem größten Vermögensverwalter der Welt, klare Worte. "Der Bitcoin zeigt einfach, wie viel Nachfrage es in der Welt gibt Geld zu waschen."

Tidjane Thiam REUTERS

Quelle: REUTERS

Tidjane Thiam:

Auch der Vorstandschef der Credit Suisse, Tidjane Thiam, sieht im Bitcoin keinen Wert. "Wir haben bislang keinen anderen Grund gefunden, warum man Bitcoins kaufen sollte, außer um damit Geld zu machen. Und solch ein Grund ist die reine Definition von Spekulation und einer Blase", zitiert ihn die Nachrichtenagentur Reuters Anfang November bei einer Konferenz.

Lorenzo Bini Smaghi: REUTERS

Quelle: REUTERS

Lorenzo Bini Smaghi:

Der italienische Wirtschaftswissenschaftler arbeitete bis Ende 2011 als Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank. Mittlerweile ist er Vorsitzender im Verwaltungsrat der Société Générale. In einem Bloomberg-Interview findet er deutliche Worte für den Bitcoin-Hype: "Wir alle werden lernen, dass im Rahmen dieses Bitcoin-Scams möglicherweise Gelder für die Terrorismusfinanzierung geflossen sind. Und dann werden wir alle aufwachen und merken, wie unangemessen dieses System ist."

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