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15.05.2017

10:34 Uhr

Börse

Neuer Dax-Rekord, Nordkorea heizt Goldpreis an

Von: dpa, rtr, ant

  Unterstützt von ermutigenden Firmenbilanzen und dem Wahlausgang in NRW stieg der Dax zum Handelsbeginn auf mehr als 12.830 Punkten - neuer Rekord. Nordkoreas Atombomben-Drohung heizt außerdem den Goldpreis an.

Händler an der Börse in Frankfurt am Main dpa

Händler an der Börse in Frankfurt am Main

Gleich zum Handelsstart hat der Dax am Montag mit einem Sprung über die 12.800-Punkte-Hürde einen weiteren Rekordstand markiert. Händler verwiesen auf die Erholung der Ölpreise und insbesondere auf den Wahlsieg der CDU in Nordrhein-Westfalen, die den deutschen Leitindex bis auf 12.832 Punkte hochtrieben.

Am Vormittag gab der Dax dann aber seine Gewinne wieder ab und notierte bei rund 12.770 Punkten ein. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg leicht um 0,2 Prozent auf etwas mehr als 25.000 Punkte und der TecDax rückte um 0,2 Prozent auf 2215 Zähler vor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor leicht auf 3631 Zähler.

Die Aussicht auf längere Förderkürzungen durch die Opec-Staaten stützen den Ölpreis. Der Wahlausgang in NRW trägt laut Händler Markus Müller vom Wertpapierdienstleister Steubing ein Übriges zur guten Stimmung am deutschen Markt bei. In der letzten Landtagswahl vor den Bundestagswahlen triumphierten CDU und FDP, während Rot-Grün eine schwere Schlappe einstecken musste.

Nordkorea treibt den Goldpreis

Die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Nordkorea treiben Anleger in Gold . Die "Antikrisen-Währung" verteuerte sich am Montag um bis zu 0,4 Prozent auf 1232,73 Dollar je Feinunze. Der nordkoreanische Raketentest mache Investoren nervös, sagte Analyst Daniel Hynes von der ANZ Bank. Schließlich sei die Reaktion des US-Präsidenten Donald Trump darauf nur schwer einzuschätzen. "Aber bislang ist es noch nicht in einem Ausmaß eskaliert, dass die übermäßig besorgt sind." Am Wochenende hatte Nordkorea unter Missachtung mehrerer UN-Resolutionen erneut eine Mittelstreckenrakete getestet und damit Proteste und den Ruf nach weiteren Sanktionen ausgelöst . Außerdem warnte das kommunistische Land, die USA könnten Ziel eines Angriffs werden .

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Besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen haben Anleger von RWE zu Aktienkäufen ermuntert. Die Titel stiegen am Montag um bis zu 4,6 Prozent auf 16,31 Euro, das war der höchste Stand seit mehr als zehn Monaten. Damit waren sie mit Abstand größter Gewinner im Dax. "Die Ergebnisse im ersten Quartal zeigen, dass RWE gut ins Jahr gestartet ist", urteilten die Analysten der Investmentbank Jefferies. Obwohl das operative Ergebnis von Januar bis März geschrumpft sei, hätten zwei von drei Sparten deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Positiv sei auch, dass der Energiekonzern seine Ziele für das Gesamtjahr bestätigt habe.

RWE verdiente im ersten Quartal vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit 2,13 Milliarden Euro gut sechs Prozent weniger als vor Jahresfrist. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 2,05 Milliarden Euro gerechnet.

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