WirtschaftsWoche

MenüZurück
Wird geladen.

05.10.2017

15:31 Uhr

Musterdepots der BörsenWoche

Hapag-Lloyd: Darum ist die Kapitalerhöhung richtig

Von: Georg Buschmann

  Die Hamburger Reederei Hapag Lloyd besorgt sich rund 350 Millionen Euro am Kapitalmarkt. Das drückt den Kurs, ist für Aktionäre aber trotzdem gut.

Container von Hapag-Lloyd. REUTERS

Container von Hapag-Lloyd.

Es war ganz schlechtes Timing. Gerade hatte die börsennotierte Reederei Hapag-Lloyd die  Übernahme des arabischen Konkurrenten UASC unter Dach und Fach gebracht, da begann im Juni eine diplomatische Krise zwischen Katar und zahlreichen Nachbarländern um Saudi-Arabien. Das Problem: Seit der UASC-Übernahme zählen die Staatsfonds beider Länder zu den Großaktionären von Hapag-Lloyd.

Die Frage, ob die Fonds trotz der Animositäten an einem Strang ziehen, beschäftigte Investoren über Monate. Vergangene Woche nun beantwortete die Reederei sie mit „ja“.

Da nämlich gab Hapag bekannt, knapp zwölf Millionen Aktien ausgeben und sich so 352 Millionen Euro besorgen zu wollen. Alle vier Großaktionäre, neben den beiden arabischen Staatsfonds sind das der Milliardär Klaus-Michael Kühne und die chilenische Reederei CSAV, sind bei der Operation an Bord und garantieren ihr Gelingen. Die Einigung kam gerade noch rechtzeitig, um den von Hapag-Chef Rolf Habben Jansen angepeilten Zeitplan für die Kapitalerhöhung einzuhalten. Investoren sind beruhigt.

Hapag-Lloyd (Aktie)

Leifheit

Hapag-Lloyd
ISIN: DE000HLAG475

Entwicklung seit einer Woche: -3,7 Prozent

Branche: Transport; ISIN: DE000HLAG475
Im spekulativen Musterdepot der BörsenWoche seit: 13.1.2016
Kaufkurs: 19,66 Euro (inklusive Gebühren)
aktueller Kurs: (4.10.2017; 16.30 Uhr): 34,78 Euro
Entwicklung seit einer Woche: -3,7 Prozent
Entwicklung seit Kauf: +76,9 Prozent

Aktien-Aussicht: positiv

Seit Montag haben Aktionäre nun die Bezugsrechte im Depot und können für 14 alte Aktien eine neue zu 30 Euro das Stück beziehen. Kurzfristig drückt das auf den Kurs, der vor der Ankündigung an der 40-Euro-Marke kratzte. Langfristig ist die Kapitalerhöhung aber enorm wichtig, weil die Netto-Verschuldung des Unternehmens im Zuge der UASC-Übernahme deutlich auf 6,5 Milliarden Euro angestiegen ist. So viel ist auf Dauer kaum tragbar. Das frische Geld wird daher vor allem in die Tilgung von Verbindlichkeiten fließen. Das wiederum sollte die Zinslast senken und dafür sorgen, dass Hapag -  auch dank der Übernahme-Effekte – gestärkt aus der Schifffahrtskrise hervorgeht. Die Aktie bietet Anlegern die Möglichkeit, genau darauf zu setzen.

Entwicklung der BörsenWoche Musterdepots

(nach Steuern und Gebühren; Stand: 4.10.2017):

Konservatives Depot:   +11,2 Prozent
Spekulatives Depot:      +30,3 Prozent

Beide Musterdepots wurden am 13.4.2015 aufgelegt.

BörsenWoche: Jamaika: Das Ende der Abgeltungssteuer?

BörsenWoche

Premium Jamaika: Das Ende der Abgeltungssteuer?

Union und Grüne streben den Abschied von der pauschalen Steuer an. Der Widerstand der FDP dürfte sich in Grenzen halten. Für Langfrist-Anleger könnte das sogar eine gute Nachricht sein.

Sie interessieren sich für unsere Wertpapierempfehlungen? Hier können Sie die BörsenWoche beziehen, Ihren persönlichen Finanzbrief aus der WirtschaftsWoche-Redaktion. Für Mitglieder im WiWo-Club und Digitalpass-Abonnenten kostenlos. Immer Mittwochs.

Direkt vom Startbildschirm zu Wiwo.de

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×