WirtschaftsWoche

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Stelter strategisch

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Gold, Italien, Migration

7.     Gold enttäuscht: Bekanntlich bin ich ein Fan von Gold und rate jedem einen gewissen Anteil physischen Goldes im Portfolio zu halten, egal wie sich der Preis entwickelt. Letztes Jahr hat Gold zugelegt, blieb aber weit hinter den Börsen zurück. In diesem Jahr dürfte es zwar besser abschneiden als die Aktienmärkte, absolut gesehen aber enttäuschen. Die derzeitige Rallye mag sich noch ein paar Wochen fortsetzen, dann aber wird der Preis des Metalls wieder unter die Räder kommen.

8.     Italien erpresst erfolgreich: Eurokritische Parteien – allen voran die Cinque Stelle Bewegung – gewinnen die Wahlen im März. Nicht verwunderlich nach jahrzehntelanger Stagnation und trotz massiver Hilfe der EZB, die im Vorfeld der Wahlen überproportional Anleihen des Landes aufkauft, um das den Risikoaufschlag gegenüber deutschen Staatsanleihen zu drücken. Die neue italienische Regierung wird mit Referendum zu Euromitgliedschaft und Schuldenschnitten zulasten ausländischer Gläubiger drohen, um weitgehende Zugeständnisse im Rahmen der Verhandlungen zur Neuordnung der Eurozone zu erzielen. Dies spielt vor allem dem französischen Präsidenten Macron in die Hände, dessen erklärtes Ziel eine Sozialisierung bestehender und künftiger Schulden zulasten Deutschlands damit realisiert wird.

9.     Kraftlose Regierung: Das hat auch damit zu tun, dass in Deutschland eine kraftlose Regierung agiert, die weiterhin statt das Wohl des Landes im Blick zu haben, Energie und Fokus auf Nebenkriegsschauplätzen verschwendet (mehr Umverteilung, Einheitsversicherung auf englischem Niveau, etc.) und im Irrglauben, wir seien ein „reiches Land“ den Wohlstand verschleudert. Die Liste der Versäumnisse ist schon lang und würd noch länger werden.

10. Migrationskrise weiter ungelöst: Was die größte Herausforderung für Deutschland und Europa angeht, sehe ich schwarz. Obwohl immer deutlicher wird, dass wir es mit eine Migrations- und keiner Flüchtlingskrise zu tun haben, obwohl immer klarer wird, dass die langfristigen Kosten der Zuwanderung überwiegend unqualifizierter Menschen die finanzielle Leistungsfähigkeit bei weitem übersteigt und den sozialen Frieden gefährdet, werden wir weder in Deutschland noch in Europa eine Begrenzung erreichen. Weder werden Menschen ohne Bleiberecht abgeschoben noch wird die Zuwanderung insgesamt gesteuert. Die Antwort der Regierungen bleibt vor allem eine Verharmlosung und Leugnung der Probleme, was die radikalen Kräfte in ganz Europa weiter stärkt.

Branche im Wandel: "Banken müssen unglaublich Gas geben"

Branche im Wandel

"Banken müssen unglaublich Gas geben"

Nicht nur die Niedrigzinspolitik der EZB und strengere Regulierungen belasteten 2017 die Banken. Diese vier Herausforderungen müssen die Geldinstitute im kommenden Jahr angehen, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Soweit meine Top 10 für 2018. Die EU wird das Jahr noch überleben, wie auch der Euro. Allerdings wird sich der Prozess der schleichenden Zersetzung weiter fortsetzen. Dennoch kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Viele spannende Ereignisse erwarten uns in diesem Jahr und viele Gelegenheiten durch die richtigen Entscheidungen Vermögen zu erhalten und zu mehren.

In diesem Sinne wünsche ich meinen Lesern alles Gute für 2018!

 

 

 

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