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18.05.2017

13:00 Uhr

Immobilienboom

Erstmals seit 2012 weniger Wohnungen genehmigt

Von: dpa

  Ist der kleine Boom beim Wohnungsbau schon wieder vorbei? Obwohl gerade in den Ballungsräumen noch viel bezahlbarer Wohnraum benötigt wird, geht die Zahl der Genehmigungen aktuell zurück.

v dpa

Wohnungsneubau: Der Bedarf ist weiterhin sehr hoch, die Zahl der Baugenehmigungen aber schon wieder rückläufig.

Erstmals seit fünf Jahren ist in Deutschland die Zahl der Wohnungsgenehmigungen zurückgegangen. Im ersten Quartal dieses Jahres wurden nur 79.200 neue Wohnungen und damit 6,6 Prozent oder rund 5600 Wohnungen weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum zugelassen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Das sei der erste Quartals-Rückgang im Vergleich zu einem Vorjahr seit dem Jahresauftakt 2012 gewesen. Am stärksten gingen die Zahlen für Einfamilienhäuser (-15,3 Prozent) und für Ausbauten in bereits bestehenden Gebäuden (-28,4 Prozent) zurück.

Im Jahr 2016 waren laut Bundesamt 375.400 Einheiten genehmigt worden, der höchste Wert seit 1999. Die Jahreswerte sind seit 2009 kontinuierlich gestiegen.

„Von einem Wohnungsbau-Boom kann keine Rede mehr sein. So rückt das Ziel, den Bedarf von jährlich 400.000 neuen Wohnungen gerade in den wachsenden Ballungsräumen zu decken, in weite Ferne“, erklärte dazu der Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW, Axel Gedaschko. Benötigt werde vor allem bezahlbarer Wohnraum. Beim Sozialwohnungsbau klaffe eine Lücke von 80.000 zusätzlich benötigten Einheiten pro Jahr. Gedaschko verlangte in diesem Zusammenhang, die Ende 2019 auslaufenden Bundesmittel zur Wohnraumförderung zu verlängern.

Der Wohnungsbau komme außerdem wegen fehlender Anreize, steigender Auflagen und zu knappem Bauland nicht in Schwung, erklärte der Verband, der nach eigenen Angaben rund 3000 Wohnungsunternehmen vertritt. Es werde noch weniger fertiggestellt als genehmigt. Notwendig seien daher unter anderem bessere Abschreibungsmöglichkeiten und der Verzicht auf weitere Erhöhungen der Grunderwerbssteuer.

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