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Sesshaftigkeit lohnt sich

Wo Mieter tausende Euro im Jahr sparen können

Quelle:Handelsblatt Online

  Wohnraum wird in den deutschen Großstädten knapp, die Jahresmieten steigen. Wer da in der alten Wohnung bleibt, anstatt in eine neue umzuziehen, spart viel Geld bei den Mietkosten. Die deutschen Großstädte im Überblick.

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Wer in der alten Wohnung bleibt, anstatt in eine neue umzuziehen, spart viel Geld bei den Mietkosten. obs

Quelle: obs

Bloß kein Umzugsstress

In den größten deutschen Städten lohnt es sich nicht umzuziehen: Wer in der alten Wohnung bleibt, anstatt in eine neue umzuziehen, spart viel Geld bei den Mietkosten. Das zeigt eine Analyse von Immowelt.de, das dafür die Mieten von klassischen Familienwohnungen mit 80 bis 120 Quadratmetern untersuchte. Das Ergebnis: Wer 2017 in eine neue Familienwohnung zieht, zahlt im Durchschnitt jährlich 2000 Euro mehr, als der Nachbar, der schon seit 2011 in einer ähnlichen Wohnung lebt und von Mieterhöhungen verschont geblieben ist.

Völkerschlachtdenkmal Leipzig dpa

Quelle: dpa

Platz 10: Leipzig

Leipzig ist für vieles bekannt – beispielsweise für das hier abgebildete Völkerschlachtdenkmal, aber auch für stark steigende Mietpreise. Das mag für Wohnungssuchende ärgerlich sein, wer aber seit 2011 in der Stadt in Sachsen nicht umgezogen ist, hat dadurch 2160 Euro gespart.

Köln dpa

Quelle: dpa

Platz 9: Köln

In Köln beträgt die Ersparnis sogar 2280 Euro. Wohnungswechsler zahlen in deutschen Großstädten deutlich höhere Mieten als langjährige Mieter. Zwar können die Vermieter in regelmäßigen Abständen die Miete erhöhen – sofern sie sich an die engen gesetzlichen Grenzen halten. Eine Umfragen von Immowelt.de hat allerdings ergeben, dass in der Vergangenheit 15 Prozent der Vermieter die Miete nicht erhöht werden.

Die Messe Hannover dpa

Quelle: dpa

Platz 8: Hannover

Die Messe Hannover zieht vor allem viele Tagesgäste in die Stadt. Allerdings stiegen in der Hauptstadt von Niedersachsen auch die durchschnittliche Jahresmiete für eine Wohnung von 80 bis 120 Quadratmetern von 6600 Euro im Jahr 2011 auf 9000 Euro. Die Ersparnis beträgt also 2400 Euro – Platz acht.

Frankfurt dpa

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Platz 6: Frankfurt

Etwas überraschend ist es, dass Frankfurt mit einer Ersparnis von 2520 Euro in diesem Ranking nur auf Platz sechs landet – zusammen mit einer weiteren deutschen Großstadt. Die Lösung: In der Bankenmetropole waren die Mietpreise schon 2011 mit durchschnittlich 11.800 Euro Jahresmiete relativ hoch (Platz zwei unter den deutschen Großstädten). Die Steigerung auf durchschnittlich 14.400 Euro fällt dadurch vergleichsweise moderat aus.

Nürnberg dpa

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Platz 6: Nürnberg

Zum Vergleich: In Nürnberg lag die durchschnittliche Jahresmiete vor sechs Jahren noch über 4000 Euro unter dem Frankfurter Niveau. Allerdings stiegen in beiden Städte die Preise um 2520 Euro. Zugezogene können sich immerhin mit dem Gedanken trösten, dass sie in fernerer Zukunft in der Kulturhauptstadt Europas wohnen. Nürnberg hat sich um diesen Titel für das Jahr 2025 beworben.

Düsseldorf dpa

Quelle: dpa

Platz 5: Düsseldorf

Wer in Düsseldorf seiner Wohnung treu geblieben ist, darf innerlich ein bisschen feiern. Denn wer hier 2017 in eine neue Familienwohnung zieht, muss im Jahr 11.400 Euro Miete zahlen. Der Nachbar, der schon seit 2011 in einer ähnlichen Wohnung lebt und von Mieterhöhungen verschont geblieben ist, muss hingegen nur 8760 Euro pro Jahr an den Vermieter überweisen. Er zahlt also für eine vergleichbare Wohnung 2640 Euro im Jahr weniger.

Die Hamburger Elbphilharmonie dpa

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Platz 4: Hamburg

Die Hamburger Elbphilharmonie hat die Stadt noch einmal aufgewertet. Mieter sollten sich einen Umzug also gut überlegen, die Hansestadt könnte in diesem Ranking noch weiter klettern. Momentan kann ein Mieter, der seit 2011 in seiner Wohnung lebt, jährlich bis zu 3000 Euro sparen.

Stuttgart: Die Schwaben gelten als besonders fleißige Häuslebauer dpa

Quelle: dpa

Platz 3: Stuttgart

Die Schwaben gelten als besonders fleißige Häuslebauer. Das müsste eigentlich für ein entsprechend großes Wohnangebot und relativ günstige Mieten sorgen. Doch in Stuttgart müssen Umziehende aktuell sogar noch ein paar Euro mehr für die Jahresmiete einplanen als Menschen in Hamburg. Langjährige Mieter in Stuttgart zahlen im Schnitt 3240 Euro weniger als frisch Zugezogene.

Berlin dpa

Quelle: dpa

Platz 2: Berlin

Wohnungswechsler in Berlin müssen aktuell sogar 4680 Euro im Jahr mehr zahlen als noch vor sechs Jahren. Wer in der Hauptstadt schon seit dem Jahre 2011 in seiner Wohnung lebt, kann sich also glücklich schätzen: Der Mietpreis für eine klassische Familienwohnung stieg seitdem von 6840 Euro auf 11.520 Euro. Nur in einer deutschen Großstadt stiegen die Mieten noch extremer.

Der Englische Garten in München dpa

Quelle: dpa

Platz 1: München

Sind es die vielen Grünflächen wie der Englischen Garten, oder Sehenswürdigkeiten wie die Frauenkirche sowie Theatinerkirche? Tatsache ist: In München stiegen die Mietpreise für eine Wohnung von 80 bis 120 Quadratmeter zwischen 2011 bis 2017 so stark wie nirgendwo anders in Deutschland. Langzeitmieter können dadurch jährlich bis zu 5640 Euro sparen. Während die durchschnittliche Jahresmiete vor sechs Jahren noch bei 12.960 Euro lag, sind es heute 18.600 Euro – Rekord.

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