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28.11.2017

14:26 Uhr

Chance und Bedrohung zugleich

Beschäftigte fürchten Jobverlust durch Digitalisierung

Von: dpa

  Die Digitalisierung hält Einzug in die deutsche Wirtschaft - fast jeder zweite Beschäftigte ist betroffen. Die meisten Unternehmen fordern mehr Tempo und Unterstützung durch die Politik. Viele Arbeitnehmer fürchten um ihre Jobs.

Viele Beschäftigte fürchten Jobvernichtung durch die Digitalisierung. obs

Viele Beschäftigte fürchten Jobvernichtung durch die Digitalisierung.

Die große Mehrzahl der Unternehmen in Deutschland sieht die Digitalisierung einer Studie zufolge überwiegend als Chance an. „Die Wirtschaft boomt, wir haben noch nie so viele Erwerbstätige wie heute gehabt“, sagte Achim Berg, Präsident des Digitalverbands Bitkom am Dienstag auf der Konferenz hub.berlin.

In der Politik sehe man derzeit jedoch eher Stillstand. „Chancen muss man nicht nur erkennen, man muss sie auch ergreifen,“ sagte Berg und mahnte Tempo an. In der Politik sei dazu in den vergangenen Monaten nahezu nichts passiert. „Das Schlagwort Digitalisierung hat man in der letzten Zeit zwar häufig gehört, aber konkrete Lösungen liegen nicht auf dem Tisch.“ Die Digitalisierung warte nicht auf Deutschland.

Viele Arbeitnehmer in Deutschland fürchten dagegen eine Vernichtung von Arbeitsplätzen durch die Digitalisierung. Das geht aus dem am Dienstag vorgelegten BKK Gesundheitsreport hervor. Der Anteil derer, die einen Wegfall von Arbeitsplätzen befürchten, ist mit 38 Prozent mehr als doppelt so hoch wie der Beschäftigten, die Digitalisierung eher als Jobmotor sehen. Der größte Anteil der Befragten (45 Prozent) geht allerdings davon aus, dass sich der Wegfall und der Zuwachs von Arbeitsplätzen bei der Digitalisierung die Waage halten werden.

Diese Berufe lassen sich am einfachsten durch Computer ersetzen

Back- Konditor-, Süßwarenherstellung

Mit 75,3 Prozent weisen Berufe aus dem Bereich Back- und Süßwarenherstellung ein hohes Substituierbarkeitspotenzial auf.

Bank-, Versicherungsfachleute

Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei den Bank-, Versicherungsfachleuten bei 39,5 Prozent.

Bauberufe, Holz-, Kunststoffbe- und -verarbeitung

Mit 24,1 Prozent ist das Substituierbarkeitspotenzial in diesem Bereich verhältnismäßig gering.

Bergleute, Mineralgewinner

Hier liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 83,9 Prozent.

Berufe in der Körperpflege

Berufe in der Körperpflege sind so gut wie gar nicht durch Maschinen oder Computer zu ersetzen. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei gerade einmal 2,3 Prozent, da es sich um eine schwer substituierbare Routine-Tätigkeit handelt.

Bürohilfsberufe, Telefonist(en/innen)

Bürohilfskräfte oder Telefonisten sind verhältnismäßig leicht zu ersetzen, sie weisen ein mittleres Substituierbarkeitspotenzial auf (54,7 Prozent).

Chemie-, Kunststoffberufe

Auch in der Chemie gilt: Zusammensetzung und Dosierungen kann ein Computer berechnen, nur die Hilfsarbeiten nicht. Das Substituierungspotenzial liegt bei 89,8 Prozent.

Designer/innen, Fotograf(en/innen), Reklamehersteller/

Das Substituierbarkeitspotenzial bei Designer/innen, Fotograf(en/innen) und Reklamehersteller/innen ist mit 27,6 Prozent verhältnismäßig gering.

Elektroberufe

Elektroberufe lassen sich im Durchschnitt zu 75,6 Prozent von Computern erledigen. Dabei sind Kraftwerker/innen mit 71,9 Prozent verhältnismäßig besser substituierbar als Ingenieure/innen in der Fernsehtechnik (60,6 Prozent).

Fahr-, Flugzeugbau, Wartungsberufe

Berufe im Bereich Fahrzeug- und Flugzeugbau, sowie Wartungsberufe können zu 67,4 Prozent von Maschinen übernommen werden.

Feinwerktechnische, verwandte Berufe

Hier liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 54,3 Prozent.

Finanz-, Rechnungswesen, Buchhaltung

Das Berufssegment der „Unternehmensbezogene Dienstleistungsberufe“ ist mit 69,9 Prozent durch ein besonders hohes Substituierbarkeitspotenzial gekennzeichnet. Viele Dienstleistungen für Unternehmen, wie Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, Dienstleistungen im Rechnungswesen oder im Controlling, könnten heute bereits heute von Computern erledigt werden.

Fleischer/innen

Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 39,7 Prozent.

Geschäftsführung, Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung

Administrative und organisatorische Arbeiten, etwa der Geschäftsführung, könnten bereits heute zu einem nicht unwesentlichen Teil durch Computer ersetzt werden. Auch analytischen Aufgaben (im Management oder der Beratung) können durch den Einsatz von Computern unterstützt werden. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 28,8 Prozent.

Gesundheitsberufe mit Approbation

Bei den Gesundheitsberufe mit Approbation liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 5,7 Prozent.

Gesundheitsberufe ohne Approbation

Gesundheitsberufe ohne Approbation befinden sich auf der Schwelle zu einem mittleren Substituierbarkeitspotenzial: Mit einem Wert von 29,9 Prozent sind sie gerade noch geringfügig ersetzbar.

Getränke, Genussmittelherstellung, übrige Ernährungsberufe

Berufe aus dem Berufsfeld Getränke und Genussmittelherstellung lassen sich mit einem Wert von 79,1 Prozent verhältnismäßig leicht durch Computer substituieren.

Groß-, Einzelhandelskaufleute

Einzelhandelsberufe, aber auch Groß- und Außenhandelsberufe und berufliche Tätigkeiten rund um die administrativen und organisatorischen Büro- und Sekretariatsarbeiten könnten bereits heute zu einem nicht unwesentlichen Teil durch Computer ersetzt werden. Das durchschnittliche Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 34,3 Prozent.

Hausmeister

Ein mittleres Substituierbarkeitspotenzial (44 Prozent) weisen Hausmeister und Hausmeisterinnen auf.

Hotel-, Gaststättenberufe, Hauswirtschaft

In der Gastronomiebranche ist das Substituierbarkeitspotenzial gering, es liegt gerade einmal bei 18,2 Prozent. Besonders schwer zu ersetzen sind Helfer im Veranstaltungsservice (17,5 Prozent). Verhältnismäßig leichter substituierbar sind Betriebswirte, die für das Catering beziehungsweise die Systemverpflegung zuständig sind (27 Prozent). Tätigkeiten wie zum Beispiel die Kalkulation und Planung, die in den Aufgabenbereich dieser Fachkräfte fallen, könnten in Zukunft durchaus durch Computer ersetzt werden. Dass ein "menschlicher Servierer" durch einen Roboter ersetzt wird, ist dagegen eher unwahrscheinlich, genauso wie Hotelsekretär(e)/innen.

Industrie-, Werkzeugmechaniker/innen

Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 74,3 Prozent.

Ingenieur(e/innen)

Dieses Berufsfeld weist mit 36,1 Prozent ein mittleres Substituierbarkeitspotenzial auf.

IT- und naturwissenschaftliche Berufe

Abgesehen von den Experten haben gerade die IT- und naturwissenschaftlichen Berufe ein hohes Substituierbarkeitspotenzial, weil viele Tätigkeiten zu Routinetätigkeiten gemacht werden. So schreiben heute bereits viele IT-Fachkräfte Computerprogramme, die Routinen programmieren und sie damit von einfachen Programmieraufgaben entlasten. Vor diesem Hintergrund ist das hohe Substituierbarkeitspotenzial von mehr als 65 Prozent für Fachkräfte in diesem Berufssegment wenig verwunderlich.

Quelle: Forschungsbericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit.

Köche

Am Herd liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 24,4 Prozent. Denn auch wenn Thermomix & Co. vieles können: Sie können sich weder selbstständig befüllen, noch können sie sich ein sieben-Gänge-Menü ausdenken oder die Qualität der Lebensmittel beurteilen und Extrawünsche berücksichtigen.

Künstler/innen, Musiker/innen

Auch Künstler und Musiker können schlecht von Maschinen imitiert werden. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei knapp 24 Prozent.

Land-, Tier-, Forstwirtschaft, Gartenbauberufe

Das durchschnittliche Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 39,2 Prozent. Doch auch hier gilt: Der Ingenieur ist leichter zu ersetzen als derjenige, der die Melkmaschine anlegt oder die Kuh füttert bzw. den Futterautomaten befüllt.

Lehrer/innen

Auch der Beruf des Lehrers hat im Zuge der Digitalisierung noch eine Zukunft: Das Substituierbarkeitspotenzial ist mit 3,1 Prozent besonders gering. Im Berufssegment "Soziale und kulturelle Dienstleistungsberufe" weisen Musiklehrer sogar ein Substituierbarkeitspotenzial von 0 Prozent auf.

Luft-, Schifffahrtsberufe

Bei den Luft- und Schifffahrtsberufen können 46,7 Prozent aller Tätigkeiten von Maschinen übernommen werden.

Metall-, Anlagenbau, Blechkonstruktion, Installation, Montierer/innen

Geht es darum, aus dem hergestellten Material ein Auto oder eine Maschine zu bauen, können Computer 67,2 Prozent der Tätigkeiten übernehmen.

Metallerzeugung, -bearbeitung

In der Metallerzeugung können 82,5 Prozent aller Tätigkeiten von Maschinen übernommen werden.

Packer/innen, Lager-, Transportarbeiter/innen

Im Segment der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungsberufe fällt vor allem das hohe Substituierbarkeitspotenzial der „Verkehrs- und Logistikberufe“ auf. Etwas mehr als 43,2 Prozent der Tätigkeiten von Lager- und Transportarbeitern oder (Post-)Boten können bereits heute von Computern ersetzt werden. Im Durschnitt ergibt sich für das Berufsfeld ein Substituierbarkeitspotenzial von 43,2 Prozent.

Papierherstellung, -verarbeitung, Druck

In der Papierherstellung sind Experten gefragt, die Tätigkeiten von Helfern und einfachen Fachkräften sind bis zu 82 Prozent ersetzbar. Insgesamt liegt das Substituierungspotenzial bei 79,9 Prozent.

Personenschutz-, Wachberufe

So gut wie nicht durch Maschinen ersetzbar sind Personenschutz- und Wachberufe. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei nicht mal 6 Prozent.

Publizistische, Bibliotheks-, Übersetzungs-, verwandte Wissenschaftsberufe

Auch Publizistische, Bibliotheks-, Übersetzungs- und andere, verwandte Wissenschaftsberufe weisen ein geringes Substituierbarkeitspotenzial auf: Es liegt bei knapp 23 Prozent.

Rechtsberufe

In der Branche der Rechtsberufe liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 18,4 Prozent.

Reinigungsberufe

Die Substituierbarkeit der „Reinigungsberufe“ ist eher niedrig, weil z. B. staubsaugende Roboter nach wie vor nicht so gründlich

reinigen können wie man es von menschlichen Reinigungskräften erwartet. Weil diese Berufssegmente von schlecht automatisierbaren, meist manuellen Tätigkeiten dominiert werden, sind sie auch nur schlecht durch Computer ersetzbar. Nur rund 40 Prozent der Tätigkeiten einer Reinigungsfachkraft können von einem Roboter übernommen werden.

Sicherheitsberufe

Auch Sicherheitsberufe erfordern menschliches Geschick und Gespür. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei gerade einmal rund 16 Prozent. Besonders Fachkräfte sind in dieser Branche nicht durch Roboter zu ersetzen, Helfer sind dagegen leichter substituierbar.

Sicherheitsberufe

Die Tätigkeiten eines Helfers in einem Sicherheitsberuf lassen sich zu 30 Prozent von einem Roboter oder einem Algorithmus erledigen. Auch wenn bereits heute Wachschutzroboter Alarm bei ungewöhnlichem Geschehen in Tiefgaragen oder auf Parkplätzen geben, ist es kaum vorstellbar,

dass zukünftig im Justizvollzug oder bei polizeilichen Ermittlungen auf den Menschen verzichtet werden kann.

Die Aufgaben einer Fachkraft im Sicherheitsbereich haben dennoch ein Substituierbarkeitspotenzial von 50 Prozent, ähnlich hoch ist das Potenzial bei Spezialisten. Die Tätigkeiten von Sicherheitsexperten können dagegen nur zu 32 Prozent ersetzt werden.

Sonstige kaufmännische Berufe (ohne Groß-, Einzelhandel, Kreditgewerbe)

Das Substituierbarkeitspotenzial in den sonstigen kaufmännischen Dienstleistungsberufen liegt bei 26,9 Prozent.

Soziale Berufe

Ebenso die sozialen Berufe, bei denen das Substituierbarkeitspotential bei 5,3 Prozent liegt.

Spinnberufe, Textilhersteller/innen, Textilveredler/innen

Hier liegt das Substituierbarkeitspotenzial bei 74,2 Prozent. Mit 75,9 Prozent sind besonders Helfer/innen verhältnismäßig leicht zu ersetzen.

Steinbearbeitung, Baustoffherstellung, Keramik-, Glasberufe

Die Herstellung von Glas und Keramik und das Behauen von Steinen können zu 82,1 Prozent Maschinen erledigen.

Techniker/innen

Techniker/innen weisen ein Substituierbarkeitspotenzial von 55,1 Prozent auf.

Technische Sonderkräfte

Das Substituierbarkeitspotenzial der technischen Sonderkräfte liegt mit 69,9 Prozent besonders hoch.

Technische Zeichner/innen, verwandte Berufe

Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 69,2 Prozent.

Textilverarbeitung, Lederherstellung

Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 74 Prozent. Verhältnismäßig schlecht substituierbar sind Zuschnittleiter/innen (43,9 Prozent).

Verkaufsberufe (Einzelhandel)

Dass Computer nicht nur die Produktionsberufe, sondern auch die Dienstleistungsberufe verändern werden, zeigt sich auch im Berufssektor „Kaufmännische Dienstleistungsberufe“. Automatische Kassensysteme sind schon lange keine Zukunftsmusik mehr und so liegt das durchschnittliche Substituierbarkeitspotenzial bei den Helfern und Fachkräften der Verkaufsberufe, etwa Verkäufer/innen oder Kassierer/innen, bei über 43 Prozent.

Verkehrsberufe

Das Segment der Verkehrsberufe ist mit durchschnittlich 19,5 Prozent durch ein geringes Substituierbarkeitspotenzial gekennzeichnet. Trotz selbstfahrender LKW und PKW gilt das Führen eines Fahrzeuges derzeit noch nicht durch Computer ersetzbar, weil diese gegenwärtig nur teilautonom, zu Testzwecken und nur auf bestimmten Strecken zum Einsatz kommen können. Vor allem in unvorhersehbaren und unübersichtlichen Verkehrssituationen – wie Baustellen oder Unfällen – sind die technischen Fahrassistenzsysteme noch nicht in der Lage, angemessen zu reagieren.

Verkehrs- und Logistikberufe

Betrachtet man den Berufssektor „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungsberufe“ fällt vor allem das hohe Substituierbarkeitspotenzial der Helfer in den „Verkehrs- und Logistikberufen“ auf. Etwas mehr als 60 Prozent der Tätigkeiten von Lager- und Transportarbeitern oder (Post-)Boten können bereits heute von Computern ersetzt werden. Und die Arbeit einer Fachkräfte aus der Logistikbranche, die kein Paket anpackt, keinen Laster belädt und keine Palette abräumt, kann zu 100 Prozent ein Computer übernehmen. Auch der Logistikspezialist, der Routen plant, muss zittern: Seine Tätigkeiten sind ebenfalls zu 100 Prozent substituierbar.

Vermessungswesen

Berufe aus dem Vermessungswesen sind zu 52,7 Prozent substituierbar.

Verwaltungsberufe im Öffentlichen Dienst

Das Substituierbarkeitspotenzial bei Verwaltungsberufen im Öffentlichen Dienst liegt bei 16,2 Prozent.

Warenprüfer/innen, Versandfertigmacher/innen

Die Warenprüfung ist leicht durch Computer substituierbar. Das Substituierbarkeitspotenzial liegt bei 78,9 Prozent.

Werbefachleute

Da kreative Intelligenz (z. B. Kunst, kreative Problemlösungen) in naher Zukunft nicht von (computergesteuerten) Maschinen ersetzt werden kann, liegt das Substituierbarkeitspotenzial  der Werbefachleute bei nur 19,1 Prozent.

Die Studie des Digitalverbandes Bitkom ergab, dass sich 85 Prozent der befragten Unternehmen wünschen, dass die Digitalisierung zum Top-Thema der künftigen Regierung wird. 53 Prozent meint jedoch, dass der Politik das Verständnis für das Thema fehle. 92 Prozent der Befragten sprach sich dafür aus, dass die Digital-Strategie in der künftigen Regierung an einer zentralen Stelle koordiniert wird.

Trotz der großen Erwartungen in die digitale Transformation in der Wirtschaft sehen dennoch 25 Prozent der Unternehmen durch die Entwicklung die eigene Existenz gefährdet. 60 Prozent sehen sich als digitale Nachzügler, 57 Prozent erleben, dass Wettbewerber aus der Internet- und IT-Branche auf ihren Markt drängen. Der Bitkom fordert deshalb eine klare Digitalstrategie, Investitionsbereitschaft sowie eine aktive Rolle der Politik. „Dabei geht es darum, eine Vision für Deutschland zu entwickeln, bevor man in die kleinteilige Ausgestaltung geht“, sagte Berg.

Aus dem BKK-Report geht hervor, dass mehr als zwei Fünftel der Beschäftigten nach eigenen Angaben durch die Digitalisierung Aufgaben schneller sowie mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen. Mehr als jeder Fünfte gibt an, sich durch die Digitalisierung überlastet beziehungsweise ausgebrannt zu fühlen. 29 Prozent erledigen auch in ihrer Freizeit Arbeit.

Bezüglich der psychischen Gesundheit sehen 28 Prozent der Befragten eine stärkere Belastung durch die Digitalisierung. Nur einer von zehn Befragten fühlt sich dagegen eher weniger belastet. Die Mehrheit sieht sich durch die Auswirkungen der Digitalisierung ihrer Arbeit nicht mehr oder weniger gesundheitlich beeinträchtigt. Für mehr als jeden zweiten Beschäftigten ist die Digitalisierung fester Bestandteil der Arbeit, für weitere 38,5 Prozent spielen entsprechende Werkzeuge zumindest zeitweise eine wichtige Rolle.

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