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Bücher

Die Lesetipps deutscher Manager

  Beim Bücherkauf orientieren sich viele Menschen gerne an den Tipps von Freunden und Bekannten. Zum Start der Frankfurter Buchmesse erzählen Wirtschaftspromis, was sie aktuell am liebsten lesen.

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Marcel Fratzscher, Leiter des DIW Presse

Quelle: Presse

„Homo Deus – Eine Geschichte von morgen“ von Yuval Noah Harari
Marcel Fratzscher, Leiter des DIW

Das Buch beschreibt, wie unsere Welt der Arbeit, der Familie und der Gesellschaft von morgen aussehen könnte – und wie sie sich durch Technologie und menschliches Handeln verändert. Vieles im Buch ist hoch spekulativ und mag unwahrscheinlich oder gar erschreckend klingen. Aber es regt zum Denken über unsere Zukunft an und die wichtige Frage, wie wir als Gesellschaft leben wollen.

Elmar Degenhart, CEO Continental Presse

Quelle: Presse

„No Ordinary Disruption“ von Richard Dobbs, James Manyika und Jonathan Woetzel
Elmar Degenhart, CEO Continental

Mich beschäftigt besonders die folgende Erkenntnis: „In den kommenden Dekaden wird die Hälfte des weltweiten, wirtschaftlichen Wachstums in 440 Städten erzeugt, die von den meisten heutigen Führungskräften auf der Landkarte kaum genau aufgefunden werden könnten.“ Darin steckt eine Aufgabe, die mich persönlich antreibt: Wer sind in Zukunft unsere Kunden, und mit welchen Lösungen decken wir den besonders in Städten wachsenden Bedarf der Menschen nach sicherer, sauberer, intelligent vernetzter und erschwinglicher Mobilität?

Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender E.On Presse

Quelle: Presse

„Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari
Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender E.On

Je turbulenter die Zeiten, umso mehr suchen wir nach den langen Linien der Geschichte, um das Neue einordnen zu können. Hararis Linien könnten länger nicht sein: vom Urknall vor 13,5 Milliarden Jahren bis zur Biotechnik heutiger Tage. Sein Leitthema ist die Rolle der Sprache und der durch sie ermöglichten Mythen, kollektiven Welterklärungen und Ideologien als Kitt großer Gesellschaften. Dank seines frischen, bildersatten und anekdotenreichen Stils eine fesselnde Lektüre über alle 508 Seiten! Inklusive manch überraschender Gedanken. Etwa, dass die Haustiere den Menschen domestiziert hätten, nicht umgekehrt. Was bleibt? Nicht zuletzt die Einsicht, dass, in seinen Worten, „unsere gegenwärtige Situation weder unvermeidlich noch unveränderlich ist und dass wir mehr Gestaltungsmöglichkeiten haben, als wir uns gemeinhin vorstellen“.

Hans-Werner Sinn, Ehemaliger Chef des ifo Instituts Wolf Heider-Sawall für WirtschaftsWoche

Quelle: Wolf Heider-Sawall für WirtschaftsWoche

„Glasperlenspiel“ von Hermann Hesse
Hans-Werner Sinn, Ehemaliger Chef des ifo Instituts

Es handelt von einem älteren Mann, der im Orden aufstieg, dessen Riten beherrschte, die selbstreferenzielle Beweihräucherung im Kollegenkreis genoss, die Beschäftigung mit der Realität ablehnte und ganz zum Schluss, als er eine gewisse Leere verspürte, aus dem Orden austrat, um das wirkliche Leben zu erfahren, dabei aber alsbald umkam. Das ist das richtige Buch zur Pensionierung. Ich kann es jedem empfehlen.

Stefan Wegner, Geschäftsführer Scholz & Friends Presse

Quelle: Presse

„Versuchungen der Unfreiheit“ von Ralf Dahrendorf
Stefan Wegner, Geschäftsführer Scholz & Friends

Warum machen manche mit und manche nicht, wenn es darum geht, die Freiheit Stück für Stück abzuschaffen? So viele kluge und rasend aktuelle Gedanken in einem Buch, dass man sich nach jeder Seite erneut fragt, wo eigentlich die Dahrendorfs von heute geblieben sind.

Hannes Ametsreiter, Vorstandsvorsitzender von Vodafone Presse

Quelle: Presse

„Essais“ von Michel de Montaigne
Hannes Ametsreiter, Vorstandsvorsitzender von Vodafone

Der französische Philosoph ist ein brillanter Denker und packender Erzähler. Als feiner Beobachter seiner Gesellschaft stritt er gegen bestehende Dogmen seiner Zeit – und ermutigt so auch den heutigen Leser, die Dinge immer wieder neu zu denken.

Alexander Birken, Vorstandsvorsitzender der Otto Group Presse

Quelle: Presse

„Die zweite Renaissance“ von Ian Goldin und Chris Kutarna
Alexander Birken, Vorstandsvorsitzender der Otto Group

Das Buch gewährt einen fundierten und doch federleicht geschriebenen Blick hinter die Kulissen der ersten Globalisierung und Transformation der Menschheitsgeschichte. Damit bietet es eine faszinierende Perspektive darauf, wie radikal und fundamental sich technologische Schübe auf das gesamte Denken, Handeln und Leben auswirken. Damals wurde die Menschheit in Mark und Bein erschüttert, heute verursacht die Digitalisierung ähnlich disruptive Veränderungen. Unbedingt lesen!

Gisbert Rühl, CEO Klöckner Presse

Quelle: Presse

„Artificial Intelligence and Machine Learning for Business: A No-Nonsense Guide to Data Driven Technologies“ von Steven Finlay
Gisbert Rühl, CEO Klöckner

Der Autor bietet eine leicht verständliche Einführung in die Themen Artificial Intelligence, Machine Learning und den aktuellen Stand der Entwicklung. Komplexe Begriffe und Konzepte wie zum Beispiel Predictive Analytics werden allgemein verständlich aufbereitet. Damit schafft das Buch eine gute Basis für alle, die sich intensiver mit diesen wichtigen Zukunftsthemen auseinandersetzen möchten.

Karen Heumann, Geschäftsführerin der Werbeagentur thjnk Presse

Quelle: Presse

„Girl in a band“ von Kim Gordon und „Das Amerika der Seele“ von Karl Ove Knausgård
Karen Heumann, Geschäftsführerin der Werbeagentur thjnk

Ich stelle mir das Paradies als eine Bibliothek vor, mit all ihren Einladungen, die Welt durch die Augen eines anderen zu sehen. Dort stehen zum Beispiel zwei meiner diesjährigen Sommerbücher: 18 Essays von Karl Ove Knausgård und „Girl in a band“ von der Sonic-Youth-Bassistin Kim Gordon. Vordergründig beides Porträtisten ihrer selbst, die dabei aber weit über sich selbst hinausweisen. Besonders das Verhältnis von Welt und Kunst wird in beiden Büchern so intim und gleichzeitig so klug betrachtet, dass das Lesen ein echter, erhellender Genuss ist.

Ulrich Dietz, Gründer von GFT Presse

Quelle: Presse

„Der Fremde“ von Albert Camus
Ulrich Dietz, Gründer von GFT

Beeindruckt hat mich dieses in den Vierzigerjahren geschriebene Buch durch seine sprachliche Dichte und die sehr speziell formulierte Beschreibung der Lebenssituation des Protagonisten. Bemerkenswert ist die Komposition, welche am Ende der Geschichte verschiedene andere Lebenssituationen zusammenführt und im grande finale endet. Ein zu Recht gefeiertes Buch, das Camus den Nobelpreis bescherte.

Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender von Osram Presse

Quelle: Presse

„Cox oder Der Lauf der Zeit“ von Christoph Ransmayr

Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender von Osram

Ein unterhaltsamer und im wahrsten Sinne des Wortes fantastisch geschriebener Roman, der schon im vergangenen Jahr erschienen ist. Das macht die Erzählung aber nicht weniger lesenswert, denn sie befasst sich mit dem zeitlosen Thema der Vergänglichkeit, indem sie den Helden vor die Aufgabe stellt, die Ewigkeit zu messen.

Simone Menne, Finanzchefin Boehringer Ingelheim Presse

Quelle: Presse

„Cox oder Der Lauf der Zeit“ von Christoph Ransmayr
Simone Menne, Finanzchefin Boehringer Ingelheim

Auch ich empfehle das Buch von Christoph Ransmayr. Der Autor schafft es, die Tatsache, dass Zeit relativ ist und die Zeit eines Kindes anders verläuft als die Zeit eines Sterbenden, buchstäblich in Bilder zu fassen. Darüber hinaus wird die Fremdheit Chinas auf eine Weise beschrieben, die uns in Zeiten des globalen Reisens verloren gegangen ist und mich wieder staunen lässt. Und am Ende stellt man fest: Auch ein unberührbarer Kaiser ist ein Mensch.

„Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ von Joachim MeyerhoffFranziska von Lewinski, Digitalvorstand bei der Agenturgruppe FischerAppelt Der Autor schafft es in seiner Romanreihe (zuletzt erschienen „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“) den Alltag auf unnachahmliche Weise und mit all seinen kleinen Details zu erzählen. Der Protagonist setzt sich mit sehr viel Humor mit sich, seinem Leben und dem tragischen, frühen Tod seines Bruders auseinander. Diese Konfrontation zeigt, was wirklich wichtig ist, lässt einen schmunzeln, lachen, nachdenken. Eine willkommene Abwechslung, wenn wir uns alle in unserer Branche mal wieder zu wichtig nehmen. Ich freue mich schon auf den nächsten Band, der im November erscheint! Presse

Quelle: Presse

„Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ von Joachim Meyerhoff
Franziska von Lewinski, Digitalvorstand bei der Agenturgruppe FischerAppelt

Der Autor schafft es in seiner Romanreihe (zuletzt erschienen „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“) den Alltag auf unnachahmliche Weise und mit all seinen kleinen Details zu erzählen. Der Protagonist setzt sich mit sehr viel Humor mit sich, seinem Leben und dem tragischen, frühen Tod seines Bruders auseinander. Diese Konfrontation zeigt, was wirklich wichtig ist, lässt einen schmunzeln, lachen, nachdenken. Eine willkommene Abwechslung, wenn wir uns alle in unserer Branche mal wieder zu wichtig nehmen. Ich freue mich schon auf den nächsten Band, der im November erscheint!

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