WirtschaftsWoche

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11.08.2017

06:00 Uhr

Beförderungen

Warum oft die Falschen Chef werden

Von: Kristin Schmidt, Jan Guldner

Premium  In vielen Unternehmen machen ausgerechnet Schleimer und Fachidioten Karriere. Schuld sind die Vorgesetzten: Sie verlassen sich bei Beförderungen oft auf ihre Intuition statt auf Fakten. Doch es geht auch anders.

Der Chef-TÜV: Nur wer angehende Führungskräfte sorgfältig prüft, befördert die Richtigen. Illustration: Stephanie Wunderlich

Der Chef-TÜV: Nur wer angehende Führungskräfte sorgfältig prüft, befördert die Richtigen.

Wenn es gut läuft, räumt Matthias Gillner in sechs Jahren seinen Posten. Er muss dafür gar nichts falsch machen, sondern einfach nur alles richtig. Der 50-Jährige ist seit April 2011 Vorstandsmitglied von Hilti. Der Werkzeughersteller aus Liechtenstein ist vor allem für seine Bohrmaschinen bekannt. Weniger bekannt ist, dass er für seine Vorstände ungewöhnliche Regeln aufstellt. Dazu gehört zum Beispiel, dass sich alle Topmanager freiwillig zurückziehen. Egal, wie gut ihre Zahlen sind oder wie zufrieden ihre Mitarbeiter: Mit Mitte 50 verlassen sie ihr Büro. Während die einen als Aufseher in den Hilti-Verwaltungsrat oder andere Kontrollgremien wechseln, lehren andere an Hochschulen. „So...

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