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10.01.2018

11:53 Uhr

Rohstoffradar

Warum der Ölpreis bald wieder abstürzen könnte

Von: Bert Losse

Premium  Die Opec scheint ihr Ziel erreicht zu haben. Doch der Höhenflug des Ölpreises könnte bald wieder enden – wenn sich Spekulanten vom Markt zurückziehen.

Der Ölpreis könnte bald wieder steigen Bloomberg

Der Ölpreis könnte bald wieder steigen

Konjunkturmotor billiges Öl? Davon kann schon seit Monaten keine Rede mehr sein. Wer in diesen Tagen seinen Heizöltank füllt oder an die Tankstelle fährt, den erwarten lange nicht mehr gesehene Rechnungsbeträge. Seit Juni 2017 ist der Ölpreis um über 50 Prozent nach oben geschossen. Zuletzt pendelte er um die 68 Dollar je Barrel – der höchste Stand seit Frühjahr 2015.

Grund für die Hausse ist für viele Experten die vermeintliche Wiedergeburt des Ölkartells Opec. Die zerstrittene Organisation schloss unter Führung Saudi-Arabiens 2016 mit Russland und anderen Nicht-Opec-Förderländern einen Deal, die Fördermenge um 1,8 Millionen Barrel pro Tag zu kürzen, das entspricht etwa zwei Prozent der Weltproduktion.

Damals glaubten die wenigsten Beobachter, die Absprache werde lange halten. Doch bisher erfüllen die ungleichen Partner ihre sogenannte „compliance rate“ zu fast 100 Prozent, jüngst wurde der Kürzungsbeschluss bis Ende 2018 verlängert.

Ölpreis je Barrel (Brent, in Dollar).

Ölpreis je Barrel (Brent, in Dollar).

„Die Opec hat sich am Markt dank ihrer funktionierenden Produktionsdrosselung einen Vertrauensvorschuss erarbeitet“, beobachtet Eugen Weinberg, Chefrohstoffanalyst der Commerzbank. Das führt nun nicht nur zu steigenden Preisen, sondern auch zu einer sinkenden Volatilität.

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