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08.09.2017

15:56 Uhr

Hanse Merkur

Putsch gegen die Vertriebsspitze

Von: Heinz-Roger Dohms

Premium  Die Hanse Merkur geht auf ihrem Wachstumskurs immer brutaler vor. Nun serviert der Versicherer per Handstreich die Führung seiner wichtigsten Vertriebsbeteiligung ab.

Hanse Merkur. dpa/Montage

Hanse Merkur.

Herbert Nißel war mal der Sonnenkönig der deutschen Versicherungsbranche. Mit gerade mal 25 Jahren gründete er 1984 den Vorläufer der Impuls AG – einen der bis heute mächtigsten Policen-Vertriebe der Republik. Rund 1000 Mitarbeiter beschäftigte Nißels Firma zu Spitzenzeiten. Nebenher gönnte sich der Selfmade-Unternehmer den teuren Spaß, ein großes deutsches Fußball-Stadion nach seiner Firma benennen zu lassen, die „Impuls Arena“ des FC Augsburg. Als 2009 – pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum des Unternehmens – das Stadion-Logo eingeweiht wurde, sagt Nißel stolz: „Wir machen uns damit das schönste Geburtstagsgeschenk.“

Nun hat die Geschichte des Sonnenkönigs allerdings ein jähes Ende gefunden. Nach Recherchen der WirtschaftsWoche gilt Nißel in seiner eigenen Firma nämlich seit voriger Woche als persona non grata. Abserviert – und zwar auf die machiavellistische Tour – hat ihn der Hamburger Traditionsversicherer Hanse Merkur, den Nißel 2012 als 50-prozentigen Anteilseigner ins Unternehmen geholt hatte.

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