WirtschaftsWoche

MenüZurück
Wird geladen.

06.10.2017

18:14 Uhr

Architektur

Beton ist der Samt der Moderne

Von: Christopher Schwarz

Premium  Jahrzehnte war Beton der bestgehasste Baustoff, seelenlos wie die Moderne. Neue Häuser zeigen: Beton kann auch anders – und voller Poesie sein.

Beton: Material der Moderne. Getty Images

Spätestens mit Tadao Andō (im Bild: Langen Foundation) ist Beton buchstäblich salonfähig geworden.

Wenn Christian Boros mit dem Fahrstuhl in den sechsten Stock gleitet und die Schiebetür zu seiner Wohnung sich automatisch öffnet, dann hält er inne, so dominant seien die vier Meter hohen Wände und Decken. Ein Statement aus Beton, ein „Ausrufezeichen“, kraftvoll in seiner unverstellten Rohbauattitüde, nicht leicht zu ertragen in seiner Massivität und Schwere. Weshalb man ihm etwas entgegensetzen muss: „Beton braucht den Kontrast“, sagt Boros, „dann entfaltet er eine unglaubliche Poesie.“

Bei Boros sind es vor allem die Einbauten aus geräucherter Eiche, die Siebzigerjahre-Möbel und Louis-Seize-Stücke. Und natürlich die Kunst, deren Skala von Goldgrundmalereien aus der Renaissance bis zum...

Direkt vom Startbildschirm zu Wiwo.de

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×