WirtschaftsWoche

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11.02.2018

08:00 Uhr

Geschäfte mit China

Deutsche Konzerne sind feige

Von: Lea Deuber

PremiumKommentar  In China Geld verdienen, mit den Schattenseiten des Regimes aber nichts zu tun haben wollen – mit diesem Selbstbetrug ist es vorbei.

Flagge China dpa

Die Selbstzensur ist ein neuer Tiefpunkt für die deutsche Industrie in China: Man wolle das „Wertesystem“ des Landes respektieren, entschuldigte sich Mercedes in dieser Woche für einen Post auf Instagram – bei der chinesischen Regierung. Das Stuttgarter Unternehmen hatte in dem sozialen Netzwerk ein Dalai-Lama-Zitat gepostet.

Lange hat sich die Regierung in Peking gegen Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen und die Verfolgung Andersdenkender gewehrt: Man sei noch ein Entwicklungs- und Schwellenland, hieß es entschuldigend. Und die deutsche Industrie zeigte dafür immer schon viel Verständnis. Obwohl nicht zu bezweifeln ist, dass China autokratisch regiert wird.

Beim Feierabendbier ziehen deutsche Manager in China gern über das Regime her: Nach Jahrzehnten des wirtschaftlichen Aufstiegs, der ausbleibenden Demokratisierung und des wachsenden chinesischen Selbstvertrauens hofft niemand mehr auf einen „Wandel durch Handel“.

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