WirtschaftsWoche

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10.10.2017

11:11 Uhr

Frank-Jürgen Weise

"Aus Asylbewerbern werden Arbeitsmigranten"

Von: Elisabeth Niejahr

PremiumInterview  Der frühere Chef des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge über die Vorteile eines Einwanderungsgesetzes, einen "Spurwechsel" für Altfälle – und seine Erwartungen an eine neue Regierung.

Frank-Jürgen Weise über eine neue Regierung. Wolf Heider-Sawall für WirtschaftsWoche

Ex-BAMF-Chef Frank-Jürgen Weise im Interview mit der WirtschaftsWoche

WirtschaftsWoche: Herr Weise, Sie kennen die Schwierigkeiten, die mit massenhafter Zuwanderung nach Deutschland verbunden sind. Warum plädieren Sie dennoch für ein Einwanderungsgesetz?
Frank-Jürgen Weise: Die große Zahl von Menschen, die zuletzt zu uns gekommen sind, ändert nichts daran, dass in vielen Bereichen Arbeitskräfte fehlen. Die Lage wird in Zukunft eher noch schwieriger. Deshalb brauchen wir Zuwanderung. Außerdem müssen wir Klarheit schaffen für alle, die nur geduldet sind, aber in Deutschland eine Beschäftigung gefunden haben. Wir sollten ihnen erlauben, im Land zu bleiben. Wir nennen das „Spurwechsel“: Aus Asylbewerbern werden Arbeitsmigranten.

Zur Person

Frank-Jürgen Weise

Frank-Jürgen Weise (66) ist seit 2017 Beauftragter des Bundesministeriums des Innern und berät die Bundesregierung in Migrationsfragen. Weise war von 2004 bis 2017 Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit. Im Herbst 2015, auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise, übernahm er die gleichzeitig Leitung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Im Januar 2017 trat Jutta Cordt seine Nachfolge an.

Würde Ihr Vorschlag es für Asylbewerber nicht noch attraktiver machen,...

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