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04.01.2018

15:49 Uhr

Niki-Insolvenzverfahren

"Weitere Verzögerungen sind eine Katastrophe"

Von: Sebastian Schaal

PremiumInterview  Das Insolvenzverfahren über Niki bleibt vorerst in Deutschland ansässig. Insolvenzrechtsexperte Werner Meier erklärt die Folgen der Entscheidung des Amtsgerichts für das Verfahren, Gläubiger und Fluggäste.

Die Fluglinie Niki ist insolvent dpa

Das Insolvenzverfahren von Niki bleibt in Berlin ansässig.

Das Insolvenzverfahren über Niki bleibt in Deutschland ansässig – jedenfalls vorerst. Das Berliner Amtsgericht Charlottenburg hat die Beschwerde gegen die Eröffnung des Verfahrens über die Air-Berlin-Tochter an das Landgericht Berlin weitergeleitet. Das Amtsgericht gehe weiter davon aus, international zuständig zu sein, weil der „Mittelpunkt der hauptsächlichen Interessen“ von Niki in Berlin und nicht in Korneuburg bei Wien sei, erklärte das Gericht am Donnerstag.

Das Flugrechte-Portal FairPlane aus Wien hatte gegen den Insolvenzort Beschwerde eingelegt. Der Dienstleister rechnet sich bessere Chancen aus, für seine Kunden Erstattungen für ausgefallene Flüge über ein Verfahren in Österreich eintreiben zu können. Laut dem vorläufigen Niki-Insolvenzverwalter Lucas Flöther, der zugleich auch vorläufiger Sachwalter bei Air Berlin ist, müssen die geprellten Kunden ihre Forderungen allerdings an die Niki-Mutter, also Air Berlin, stellen.

Da das Amtsgericht seinen eigenen Beschluss zum Verfahrensort von Mitte Dezember bestätigte und die Beschwerde abwies, muss die nächste Instanz entscheiden. Letztlich könnte das Verfahren beim Bundesgerichtshof landen.

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Wirtschaftsanwalt Werner Meier von der Kanzlei Simmons & Simmons, der eine Gruppe Anleihegläubiger von Air Berlin vertritt, erklärt die Folgen der Entscheidung.

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