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Marine Le Pens schärfste Sprüche

Le Pen will „Gift“ radikaler Islamisten „ausrotten“

  Marine Le Pen hat es in die Stichwahl geschafft. In einer ihrer letzten Reden hat sie einen „nationalen Aufstand“ versprochen. Eine Auswahl ihrer markigsten Zitate.

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Ihre Feindbilder sind „das System“ und „die Globalisierung“: Marine Le Pen ist eine der bekanntesten Figuren des Rechtspopulismus in Europa. Le Pen kam 1968 als jüngste Tochter des rechtsextremen Polit-Haudegens Jean-Marie Le Pen zur Welt. Im Alter von acht Jahren wurde sie von einer Bombenexplosion aus dem Schlaf gerissen - ein Anschlag auf ihren Vater, dessen Hintergründe nie geklärt wurden. Sie studierte Jura und arbeitete als Rechtsanwältin, bis sie 1998 die Justizabteilung des Front National (FN) übernahm. 2011 übernahm sie die Führung des FN von ihrem Vater. Die 48-Jährige hat der Partei ein gemäßigteres Auftreten verordnet, offenen Rassismus zurückgedrängt. Für diese Strategie ließ sie sogar ihren Vater aus der Partei ausschließen. Sie vertritt aber weiter radikale Positionen gegen die Europäische Union, den Euro und Einwanderung. Le Pen ist zudem Abgeordnete im EU-Parlament. Vorwürfe zur Verwendung von EU-Mitteln, wegen denen auch die französische Justiz ermittelt, lässt sie als Manöver ihrer politischen Gegner an sich abperlen. Nachfolgend einige ausgewählte Zitate Marine Le Pens. dpa

Quelle: dpa

Ihre Feindbilder sind „das System“ und „die Globalisierung“: Marine Le Pen ist eine der bekanntesten Figuren des Rechtspopulismus in Europa. Le Pen kam 1968 als jüngste Tochter des rechtsextremen Polit-Haudegens Jean-Marie Le Pen zur Welt. Im Alter von acht Jahren wurde sie von einer Bombenexplosion aus dem Schlaf gerissen - ein Anschlag auf ihren Vater, dessen Hintergründe nie geklärt wurden. Sie studierte Jura und arbeitete als Rechtsanwältin, bis sie 1998 die Justizabteilung des Front National (FN) übernahm.

2011 übernahm sie die Führung des FN von ihrem Vater. Die 48-Jährige hat der Partei ein gemäßigteres Auftreten verordnet, offenen Rassismus zurückgedrängt. Für diese Strategie ließ sie sogar ihren Vater aus der Partei ausschließen. Sie vertritt aber weiter radikale Positionen gegen die Europäische Union, den Euro und Einwanderung. Le Pen ist zudem Abgeordnete im EU-Parlament. Vorwürfe zur Verwendung von EU-Mitteln, wegen denen auch die französische Justiz ermittelt, lässt sie als Manöver ihrer politischen Gegner an sich abperlen.

Nachfolgend einige ausgewählte Zitate Marine Le Pens.

Marine Le Pen AP

Quelle: AP

Marine Le Pen hat am 19. April bei ihrer letzten Wahlkampfrede in der Hafenstadt Marseille im Falle ihrer Wahl zur Präsidentin Frankreichs einen „nationalen Aufstand“ versprochen. Dieser müsse friedlich und demokratisch ablaufen, damit das Land seine Bürger zurückbekomme, sagte sie. Das „Gift“ der radikalen Islamisten müsse „ausgerottet“ werden, sagte sie.
Am Vortag hatten Sicherheitskräfte in der Stadt zwei mutmaßliche Terroristen festgenommen, die im Zuge der Wahl einen Angriff geplant haben sollen. Le Pen erklärte, ihr erster Job als mögliche Präsidentin sei es, Frankreich aus dem Abkommen von Schengen herauszulösen. Das Land müsse seine Grenzen zurückbekommen, diese seien ein „Sieb“ für Terroristen, die derzeit wie Touristen durch Europa reisten.

Marine Le Pen REUTERS

Quelle: REUTERS

Eine knappe Woche vor der französischen Präsidentenwahl hat die Rechtspopulistin Marine Le Pen am 17. April ihre Töne gegen Einwanderer und die Europäische Union verschärft. „Die massive Einwanderung ist keine Chance für Frankreich, sie ist ein Drama für Frankreich“, sagte die Chefin des Front National am Montagabend vor tausenden Anhängern in Paris. Sie sprach sich auch für Grenzkontrollen nach den Wahlen aus. „Meine erste Maßnahme als Präsidentin der Republik wird es sein, Frankreich die Grenzen zurückzugeben.“

Marine Le Pen REUTERS

Quelle: REUTERS

Mit einer Äußerung zur Verantwortung Frankreichs für die Deportationen von Juden im Zweiten Weltkrieg am 9. April hat sie einen Sturm der Kritik ausgelöst. Frankreich sei nicht dafür verantwortlich, dass Pariser Polizisten im Juli 1942 Tausende Männer, Frauen und Kinder im Radstadion Vélodrome d'Hiver zusammengepfercht hatten, die dann in Vernichtungslager der Nazis abtransportiert wurden, sagte Le Pen. Die Polizei unterstand damals der französischen Regierung von Marschall Philippe Pétain, die in Vichy residierte und mit der deutschen Besatzungsmacht zusammenarbeitete. Medienberichten zufolge drängte die Polizei die verhafteten jüdischen Minderjährigen der Gestapo geradezu auf.

Le Pen ist der Auffassung, die damals mit Nazi-Deutschland zusammenarbeitende Vichy-Regierung sei „nicht Frankreich“ gewesen. Diese Position sei bis Jacques Chirac von den französischen Präsidenten vertreten worden. Am 16. Juli 1995 hatte sich der damalige Staatspräsident Chirac für die Massenverhaftung öffentlich entschuldigt. Die Beteiligung des Regimes von Vichy und der französischen Polizei an dieser Aktion war in Frankreich jahrzehntelang ein Tabu-Thema.

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen dpa

Quelle: dpa

Marine Le Pen lächelt während der Fernsehdiskussion am 20. März in Aubervilliers, bei der sich die fünf führenden Kandidaten der kommenden französischen Präsidentschaftswahl zu einer ersten Debatte trafen. Im Laufe der Diskussion sagte sie: „Die Europäische Union verbietet alles. Sie bestraft und maßregelt uns permanent.“ Die Rechtspopulistin will die Franzosen über die EU-Mitgliedschaft abstimmen lassen.

Marine Le Pen REUTERS

Quelle: REUTERS

Im gleichen Fernsehduell sagte sie: "Ich will die Präsidentin Frankreichs sein und nicht eine unbestimmte Region der Europäischen Union beaufsichtigen", und fügte hinzu: "Ich will nicht die Vizekanzlerin von Angela Merkel sein."

Marine Le Pen AP

Quelle: AP

„Putins Russland ist für uns Vorbild für eine patriotische Wirtschaftspolitik“, sagte Marine Le Pen 2014, als die Finanzierung ihrer Partei durch russische Banken für Schlagzeilen sorgte.

Marine Le Pen REUTERS

Quelle: REUTERS

In einem Gespräch mit dem "Spiegel" sagte sie 2014: "Ich will die EU zerstören, nicht Europa! Ich glaube an das Europa der Nationen. Ich glaube an Airbus und an "Ariane", an ein Europa der Kooperationen. Aber ich will nicht diese europäische Sowjetunion."

Marine Le Pen dpa

Quelle: dpa

Im Jahr 2010 sagte Le Pen in einem Interview mit dem "Telegraph": "Die fortschreitende Islamisierung unseres Landes und der Anstieg politisch-religiöser Ansprüche stellen das Überleben unserer Zivilisation infrage."

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