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04.12.2017

12:06 Uhr

Schnelles Internet

Bundesnetzagentur fordert schnellen Ausbau

Von: dpa

  Der Ausbau des schnellen Internets in Deutschland muss dringend im kommenden Jahr vorankommen, fordert die Bundesnetzagentur. Dafür müsse die notwendige Infrastruktur schnellstmöglich bereitgestellt werden.

Die Bundesnetzagentur drängt zum Ausbau des schnellen Internets und will im kommenden Jahr die dafür notwendige Infrastruktur bereitstellen. "Damit die nächste Mobilfunkgeneration 5G möglichst schnell ankommt bei den Menschen, streben wir für 2018 die Bereitstellung der erforderlichen Frequenzen an", sagte der Präsident der Regulierungsbehörde, Jochen Homann.

Vor allem die Versorgung in den ländlichen Regionen sei noch unzureichend. So hätten nur 36 Prozent der Haushalte Zugang zu Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). In Städten könnten bereits 90 Prozent der Haushalte darauf zurückgreifen. "Wir dürfen weitere Investitionen nicht in die ferne Zukunft verschieben und so die Chancen der Digitalisierung verstreichen lassen", betonte Homann. Verbraucher fragten zudem immer häufiger nach Anschlüssen mit einer Geschwindigkeit von mindestens 100 Mbit/s.

Union und SPD hatten sich in der vergangenen Wahlperiode zum Ziel gesetzt, ab 2018 überall in Deutschland Breitbandanschlüsse mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 50 Mbit/s zur Verfügung zu stellen. Bislang sind damit laut Homann insgesamt nur rund 77 Prozent der Haushalte versorgt. Kritiker monieren, Deutschland hinke beim Digitalausbau heillos hinterher und rangiere hinter wesentlich ärmeren Staaten wie Litauen und der Slowakei.

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Einer der Gründe ist, dass die Deutsche Telekom, Marktführer bei Internet-Anschlüssen, ihr altes Kupfer-Telefonnetz so lange wie möglich weiternutzen will. Dieses ist jedoch nicht in der Lage, die mittlerweile anfallenden gigantischen Datenmengen zu transportieren. Auf den Hauptstrecken in Deutschland setzt die Telekom auf Glasfaser, problematisch ist allerdings das letzte Stück direkt bis in die gut 40 Millionen Haushalte. Dieser ist wegen der vor Jahrzehnten einfach verbauten Telefonleitungen ein Flaschenhals, auf dem sich entscheidet, welche Datenraten bei Kunden ankommen. Die Bonner setzten daher dort das sogenannte Vectoring ein, mit dem Störsignale zwischen den Kupferdrähten unterdrückt werden sollen.

Konkurrenten wie Vodafone und United Internet laufen dagegen Sturm. Ein Sprecher der Telekom betonte, der Konzern forciere den Ausbau von Glasfaser und verlege etwa in Neubaugebieten in der Regel ausschließlich solche Anschlüsse.

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