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01.06.2017

08:10 Uhr

Ortungssystem im Weltall

Japan entwickelt eigenes GPS-System

Von: dpa

  Japan hat einen weiteren Satellit ins All befördert und baut damit sein eigenes Ortungssystem für Autofahrer, Smartphones, Drohnen und andere Nutzer aus. Bis dato arbeitete Japan mit dem US-amerikanischen GPS-Netzwerk.

An Bord der japanischen Rakete befindet ein «Michibiki»-Satellit, der zum Bau des hochpräzisen Ortungssystems benötigt wird. dpa

An Bord der japanischen Rakete befindet sich ein «Michibiki»-Satellit, der zum Bau des hochpräzisen Ortungssystems benötigt wird.

Japan baut ein eigenes hochpräzises Ortungssystem für Autofahrer, Smartphones, Drohnen und andere Nutzer auf. Zu diesem Zweck schickte die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt einen zweiten Satelliten ins All, der Teil einer verfeinerten Form des satellitengestützten GPS-Standards japanischer Bauart ist. Bislang hängt Japan von einem amerikanischen GPS-Netzwerk ab. Durch den Aufbau eines eigenen Systems hofft Japan, die Fehlerspanne bei der Ortung im eigenen Land auf wenige Zentimeter zu reduzieren.

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Neue Satelliten registrieren bald jedes Auto und jeden Baum auf der Welt. Banker und Baufirmen, Polizisten, aber auch Schnüffler nutzen die Daten.

Damit erhalten Nutzer von Smartphones noch genauere Informationen bei der Suche nach Standorten mit Karten-Apps. Solche Daten können zudem für Navigationsgeräte in Autos, für den Betrieb von Drohnen oder auch von unbemannten Traktoren in der Landwirtschaft verwendet werden.

Japan hatte den ersten Michibiki genannten Satelliten 2010 ins All gebracht. Am Donnerstag schickten Japans Weltraumbehörde und der Konzern Mitsubishi Heavy Industries mit einer H-2A-Rakete den zweiten Michibiki hinterher. Im späteren Jahresverlauf sollen zwei weitere Satelliten folgen, um das „japanische GPS“ zu vervollständigen.

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