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Ferrari 812 Superfast

Ferrari dreht an der Leistungsschraube

  Mit 740 PS war der Ferrari F12 Berlinetta nicht gerade untermotorisiert. Auf dem Genfer Autosalon stellen die Italiener mit dem 812 Superfast den Nachfolger vor – und bringen den neuen V12-Motor auf satte 800 PS.

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Ferrari 812 Superfast Ferrari

Quelle: Ferrari

800 PS, zwölf Zylinder, über 340 km/h und ein Praxisverbrauch weit jenseits von 20 Litern – für Umweltbewegte und Kopfgesteuerte ist das die Ausgeburt der automobilen Unvernunft. Doch jeder, der auch nur ein paar Tropfen Benzin im Blut hat, wird bei solchen Werten hellhörig. Und sobald man auch noch das Auto dazu sieht, ist es um einen geschehen. In Genf zeigt Ferrari mit dem 812 Superfast den Nachfolger des F12 Berlinetta – bereits jetzt gibt es die ersten Fotos des Super-Coupés.

Ferrari 812 Superfast Ferrari

Quelle: Ferrari

Während vorne Scheinwerfer auf LED-Technik umgestellt und die Form des Kühlergrills etwas aufgefrischt wurden, fällt in der Seitenansicht das im Vergleich zum F12 deutlich höhere Heck des 812 auf – für Ferrari ist das eine Anlehnung an den ruhmreichen 365 GTB4 von 1969. Einige Eigenheiten des F12 – etwa die aufwändige Luftführung an den Türen oder die kleinen Luftauslässe über den hinteren Radkasten, die den Auftrieb verringern sollen – finden sich in weiterentwickelter Form auch bei dem neuen V12-Coupé wieder.

Ferrari 812 Superfast Ferrari

Quelle: Ferrari

Mit den vier runden Rückleuchten bezieht sich Ferrari wieder auf die Firmentradition – der F12 hatte noch zwei Rückleuchten. Das breite und hohe Heck soll die „horizontalen Designlinien“ hervorheben. Zusammen mit dem integrierten Spoiler, dem angedeuteten Diffusor und den vier mächtigen Endrohren ist der 812 eine imposante Erscheinung – die von dem neuen V12-Motor auch mit einem imposanten Sound unterlegt werden dürfte.

Ferrari 812 Superfast Ferrari

Quelle: Ferrari

Statt des V12 mit 6,3 Litern Hubraum wird jetzt ein 6,5 Liter großer Motor eingebaut – die Leistung steigt von 740 auf 800 PS. Die maximale Leistung liegt erst bei 8.500 Umdrehungen an und entspricht einer Literleistung von 123 PS pro Liter Hubraum. Auch das maximale Drehmoment von 718 Newtonmetern bei 7.000 Umdrehungen (bereits ab 3.500 Umdrehungen liegen über 600 Newtonmeter an) beeindruckt für einen Saugmotor. Das wirkt sich positiv sowohl auf das Fahrverhalten als auch auf die Beschleunigung selbst bei niedrigen Drehzahlen aus. „Es muss kaum betont werden, dass bisher kein anderer Sportwagen mit Frontmotor jemals auch nur in die Nähe dieser Werte gekommen ist“, gibt sich Ferrari in der Pressemitteilung selbstbewusst.

Ferrari 812 Superfast Ferrari

Quelle: Ferrari

Zusammen mit einem neuen Doppelkupplungsgetriebe, einem überarbeiteten Fahrwerk und vor allem jeder Menge Elektronik soll die enorme Leistung auch sicher auf die Straße gebracht werden. Schließlich ist es der Anspruch der V12-Berlinettas von Ferrari, den Kunden, die sich den stärksten und exklusivsten Ferrari der Serie wünschen, einen kompromisslosen Sportwagen zu bieten, der ihnen „auf der Straße wie auf der Rennstrecke ein berauschendes Fahrerlebnis bietet und gleichzeitig doch so komfortabel ist, dass sie ihn rundum genießen können“.

Ferrari 812 Superfast Ferrari

Quelle: Ferrari

Der exklusivste Serien-Ferrari dürfte aber auch einer der teuersten sein. Preise für den 812 Superfast nennen die Italiener noch nicht, der F12 Berlinetta war – ohne Spezialwünsche der Kunden – ab rund 270.000 Euro zu haben. Die Kabine hat einen sportlichen und spartanischen Look – die Bedientasten sind aufs Wesentliche reduziert, ein großes Navi-Display gibt es nicht. Das wird beim 812 im Fahrer-Display angezeigt. Der Start-Knopf am Lenkrad und der „Manettino“ genannte Wählhebel für die Fahrprogramme sind ebenso wie die Blinker am Lenkrad selbst angebracht.

Ferrari 812 Superfast Ferrari

Quelle: Ferrari

2012 hatte Ferrari den F12 Berlinetta in Genf vorgestellt – damals als Nachfolger des 599 GTB. Seitdem der langjährige Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo das Unternehmen verlassen hat, krempelt Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne, der jetzt in Personalunion auch den Sportwagenbauer führt, Ferrari kräftig um. Statt auf eine bewusste Verknappung des Angebots – um die Exklusivität der Marke zu wahren – setzt Marchionne auf höhere Stückzahlen und etwas aggressivere Modelle.

Ferrari 812 Superfast Ferrari

Quelle: Ferrari

Das schlägt sich auch in den Modellnamen nieder: Einen Beinamen wie „Superfast“ hätte es unter Montezemolo wohl nicht gegeben. Die Zeiten ändern sich, auch in Maranello.

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