WirtschaftsWoche

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04.05.2017

07:00 Uhr

VW/BMW im Streit mit Tesla um Lieferstopp

Tesla Grohmann Automation soll „vertragliche Verpflichtungen erfüllen“

Von: Martin Seiwert

exklusiv  Der kalifornische Elektroauto-Hersteller Tesla steuert auf einen Konflikt mit deutschen Autokonzernen zu. Das berichtet die WirtschaftsWoche. 

Tesla REUTERS

Tesla hatte den deutschen Maschinenbauer Grohmann übernommen.

Tesla hatte den Maschinenbauer Grohmann übernommen. Dessen bedeutendste Kunden sind Volkswagen, BMW und Daimler. Der Zulieferer mit dem neuen Namen „Tesla Grohmann Automation“ hat die Arbeit für seine deutschen Kunden eingestellt, ohne sie darüber zu informieren. „Die Arbeitsbelastung durch neue Tesla-Projekte war so groß“, sagt Grohmann-Betriebsratschef Uwe Herzig, „dass seit einigen Wochen nur noch an Tesla-Projekten gearbeitet wird.“

Tesla bestätigte gegenüber der WirtschaftsWoche, dass „die meiste externe Arbeit eingestellt wird“ und deshalb „ein schneller und reibungsloser Übergang derzeitiger Kunden zu anderen Zulieferern geplant ist“. Das Unternehmen werde sich in den kommenden Monaten auf Arbeiten für das neue Tesla-Auto „Model 3“ konzentrieren.

Das Ende der Zusammenarbeit mit den deutschen Autokonzernen dürfte alles andere als ein „reibungsloser Übergang“ werden.  Denn Tesla hat es nach Angaben von BMW und VW bislang nicht für nötig befunden, die Kunden über die vorzeitige Kündigung der Verträge zu informieren.

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In Wolfsburg und München wird deshalb weiterhin mit Lieferungen aus der Eifel gerechnet: „Wir gehen davon aus, dass Grohmann seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllt“, sagt ein BMW-Sprecher. Auch VW pocht darauf, dass „Grohmann die bestehenden Verträge erfüllt“. Daimler will sich nicht äußern.

Tesla erwartet, dass das Tochterunternehmen trotz Konzentration auf interne Aufträge „mit der Zeit signifikant wachsen wird“, so eine Sprecherin des Unternehmens gegenüber der WirtschaftsWoche. Die Tesla-Tochter hat nach Informationen der WirtschaftsWoche jedoch Schwierigkeiten, zusätzliche Mitarbeiter zu finden. „Es gab etliche Stellenausschreibungen und auch Headhunter wurden eingesetzt“, so Betriebsratschef Herzig, „aber das hat scheinbar nichts gebracht.“

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