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04.01.2014

06:00 Uhr

Luftfahrt

Wöhrl plant neue europaweit aktive Regionalfluglinie

Von: Rüdiger Kiani-Kreß

exklusiv  Der fränkische Multiunternehmer Hans Rudolf Wöhrl will eine neue europaweit aktive Regionalfluglinie aufbauen.

Hans Rudolf Wöhrl, Luftfahrtunternehmer dpa

Hans Rudolf Wöhrl

Dafür will er die Fluggesellschaft CityJet kaufen, eine Tochter der französisch-niederländischen Gruppe Air France-KLM. CityJet möchte er dann mit seiner in Friedrichshafen ansässigen Linie Intersky vereinigen. „Dabei geht es darum, beide zu einer neuen, in ganz Europa aktiven Regionallinie zu machen, die groß genug ist, um nicht von den Großen wie Lufthansa verdrängt zu werden“, sagte Wöhrl.

Die Übernahme von CityJet will Wöhrl, der durch seine Investitionen in die Deutsche BA und LTU bundesweit bekannt wurde, über seine Investmentgesellschaft Intro Aviation abwickeln. Die Übernahme ist zwar formal noch nicht abgeschlossen, steht jedoch unmittelbar bevor. „Intro hat ein verbindliches und damit unterschriebenes Angebot abgegeben. Verhandlungen wird es keine mehr geben, vielmehr muss die Anhörung der Mitarbeitergremien abgeschlossen sein, bevor das Angebot angenommen werden kann. Einer Zustimmung bedarf es dabei nicht“, sagte Wöhrl.

Das Schicksal von Cirrus Air oder Augsburg Airways, die beide mit ähnlichen Plänen scheiterten, fürchtet Wöhrl nicht. „Es gibt in Europa nicht nur Billigflug und Geschäft für die großen Monopolisten wie Lufthansa, sondern auch einen Markt für Regionalverbindungen für Geschäftsleute abseits der großen Wirtschaftszentren in Europa“, erklärte Wöhrl. „Dort wird es ein Revival geben, immer mehr Regionen leiden unter dem Mangel an Flugverbindungen.“

Bislang verbindet CityJet mit 38 kleineren Jets 16 europäische Städte miteinander. In Deutschland fliegt die Gesellschaft bislang Dresden, Münster, Paderborn und Nürnberg an. Ziel ist der London City Airport.

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