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Amazon

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Experimente aus Seattle

Wie immer beginnt Amazon mit solchen Vorstößen in seinem großen Testlabor und Hauptquartier in Seattle. Wie der US-Fernsehsender CNBC berichtet, treffen sich hier Amazon-Mitarbeiter schon seit Jahren zu einem jährlichen Meeting, um darüber zu diskutieren, ob Amazon in den Apotheken-Markt einsteigen soll. Langsam wagt sich der Onlinehändler nun anscheinend vor: Amazon suchte nach Informationen von CNBC nach einem Manager für den Bereich.

Der Kauf von Whole Foods könnte dabei eine kritische Rolle spielen. In den Filialen könnte Amazon kleine Lager für Medikamente errichten und die entsprechende Beratung anbieten.

In Deutschland ist das nicht so einfach: Hierzulande darf ein öffentlicher Apotheker höchstens vier Filialen führen. Und der Einstieg von großen Konzernen in solche Ketten ist durch das sogenannte Kooperationsverbot erschwert. Und deshalb braucht Amazon Partner wie Michael Grintz.

Ein paar Minuten später fliegt die Hintertür auf, ein Amazon-Bote im roten T-Shirt kommt mit großen Schritten hereingestürmt. „Hallo, ich bins“, ruft er einmal durch die Hinterräume der kleinen Apotheke. Auch der Bote hat einen Scanner, mit dem er schnell das Regal und die Tüte erfasst. Dann greift er sich die Tüte und marschiert wieder in die andere Richtung. „Tschüss, ich bin wieder weg“, ruft er. Die Hintertür fliegt, Michael Grintz kann ihm nur kurz durch die Scheibe des Küchenfensters hinterher winken. „Ja, so läuft das meistens ab“, sagt Grintz.

In der sonst so geordneten Welt der Apotheker stoßen Grintz Ideen eher auf Unverständnis. Die Branche beobachtet den neuen Konkurrenten mit Misstrauen. „Mal sehen ob er noch zufrieden in die Hände klatscht, wenn A "ohne" eine Apotheke vor Ort, oder ihn, ausliefert“, schreibt ein Kollege hämisch unter einen Artikel in einem Online-Fachportal.

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