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Hermes Award

Diese Unternehmen sind für den „Oscar der Ingenieure“ nominiert

  Auf der Hannover Messe wird zum 13. Mal der Hermes Award verliehen. Viele der Nominierten für den Technologie-Innovations-Preis stellen in diesem Jahr nicht die Vernetzung in den Mittelpunkt – sondern den Menschen in der Smart Factory.

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Hannover Messe Hermes Awards PR

Quelle: PR

Es ist einer der höchstdotierten Technologie-Preise der Welt: der Hermes Award.

Seit 2004 wird der „Oscar der Ingenieure“, wie Wolfgang Wahlster, Geschäftsführer des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und Jury-Vorsitzender des Hermes Awards, sagt, auf der Hannover Messe verliehen. Zu den Gewinnern gehören unter anderem Firmen wie Bayer, Phoenix Contact und Bosch-Rexroth. „Einer der Trends bei den Einreichungen in diesem Jahr war, bei Industrie 4.0 den Menschen in der Smart Factory klar in den Mittelpunkt zu stellen – durch vereinfachte Bedienkonzepte, verbesserten Arbeitskomfort und sichere Mensch-Roboter-Kollaboration“, begründet Wahlster die Auswahl.

„In diesem Jahr sind erstmals drei internationale Unternehmen unter den Nominierten, das belegt den hohen Stellenwert des Hermes Award als Innovationspreis“, sagt Messe-Vorstand Jochen Köckler. Die fünf Besten werden am 23. April in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel geehrt. Ein Blick auf die Nominierten.

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AGS-Verfahrenstechnik GmbH, Stade

In Zeiten der Energiewende sind Erdkabel in vielen (vornehmlich süddeutschen) Landkreisen ein Reizthema. Die Hochspannungsleitungen an Strommasten verschandeln nach Ansicht vieler die Landschaft. Sie sind aber notwendig, um den Windstrom aus dem Norden zu den Industrieanalgen im Süden zu transportieren. Und Erdkabel sind meist zu teuer.

Die Firma AGS hat jetzt eine innovative Kabelverlegetechnik für Schmaltrassen bis zu zwei Kilometern Länge entwickelt, bei der ein Kabeltransportrohr mit innen liegendem Kabel zugbelastungsfrei über Rollen in ein wassergefülltes Leerrohrsystem eingeführt wird. Dadurch werden weniger Kabelverbindungsmuffen benötigt, gleichzeitig sinkt der Aufwand für Erdarbeiten. Ein Austausch des Kabels ist jederzeit ohne zusätzliche Bauarbeiten möglich. Die Wasserkühlung des stromführenden Kabels ermöglicht ultraschmale Kabeltrassen, damit reduziert sich der Aufwand für Erd- und Landschaftsbau.

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Augumenta, Oulu, Finnland

Moderne Produktionsmaschinen erzeugen nicht nur hochwertige Bauteile, sondern auch jede Menge Daten. Doch nicht jeder Arbeiter muss alle Daten sehen – sondern nur jene, die für ihn wichtig sind. Hier setzt das nominierte Smart Panel von Augumenta an: Auf dem Panel selbst wird nichts angezeigt. Die Informationen erscheinen nur in der Datenbrille, die der Arbeiter trägt. Auf dem so entstandenen virtuellen Bildschirm können die Nutzer personalisierte Daten sehen, die für sich wichtig sind. Das Prinzip des Smart Panels lässt sich auch außerhalb von Werkhallen anwenden – etwa bei Entertainment-Bildschirmen im Flugzeug oder bei dem Display eines Geldautomaten.

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Linz Center of Mechatronics, Linz, Österreich

In der modernen Produktion werden nicht mehr tausende gleiche Teile in Reihe produziert, sondern nach Möglichkeit individuell angepasst – Stichwort Losgröße 1.

In der Praxis stellt das die Unternehmen vor große Herausforderungen, wenn individualisierte Teile ohne Ausschuss gefertigt werden sollen – etwa bei einem Materialwechsel. Das nominierte Produkt ist ein vollautomatisierter Blech-Biegeautomat von Salvagnini, der Material automatisch erkennt. Die Entwickler aus Österreich haben für die verschiedenen Bleche die Gesetzmäßigkeiten und deren mechanischen Eigenschaften ermittelt und durch ein komplexes Simulationsmodell in eine effiziente Software eingebunden. Sensoren an den Antrieben des Biegeautomaten messen binnen Millisekunden, wie das jeweilige Werkstück auf Druck reagiert und ermitteln so die aktuellen Materialeigenschaften. Auf unterschiedliche Materialqualitäten reagiert das Produkt selbstständig.

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Noonee AG, Zürich

Der Chairless Chair ist eine am Körper tragbare Haltungsunterstützung für Mitarbeiter in der Produktion. Mit dem Gerät, das weniger als vier Kilo wiegt, haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, überall ohne Sitz zu sitzen. Der Chairless Chair wird auch beim Gehen getragen und kann durch Knopfdruck in eine gewünschte Sitzposition gebracht werden. Das Gerät ist einfach zu handhaben und ermöglicht einen schnellen Wechsel zwischen Stehen, Sitzen und Gehen. Er ist hydraulisch auf die Figur des Trägers und die gewünschte Sitzposition einstellbar. Damit trägt der Chairless Chair zur Verbesserung der Arbeitsplätze bei, unterstützt die Körperhaltung und steigert die Produktivität der Mitarbeiter. Audi führt derzeit einen Feldversuch mit der innovativen Sitzhilfe durch.

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SCHUNK GmbH & Co. KG, Lauffen/Neckar

Die direkte Zusammenarbeit von Mensch und Roboter ohne Sicherheitskäfig setzt sich in immer mehr Fabriken durch. Die neue Entwicklung: Nicht nur der Roboterarm selbst, sondern auch der Greifer wird intelligent. Schunk spricht von einer „Sicherheitsaura“, die den Greifer umgibt. In der Praxis bedeutet das: Zwei Kamerasysteme zeigen das Umfeld im 3D-Format und unterstützen die Greifteildetektion. Der Zwei-Finger-Greifer kann so nicht nur beliebige Bauteile flexibel erkennen und selbst bestimmen, wie er dieses Bauteil am besten greift. Er erkennt mit dem System auch die Hände des Arbeiters. Das erhöht die Sicherheit der Mensch-Roboter-Kollaboration deutlich.

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Sieger 2016

2016 gewann die Firma Harting aus Espelkamp den begehrten Hermes Award. Das prämierte Produkt Mica ist eine offene und modulare Plattform als zentraler Baustein aus eingebetteter Hardware und Software für Industrie 4.0. Mit dem kleinen Gerät können existierende Produktionsmaschinen vernetzt und so bestehende Fabriken zu Smart Factories aufgerüstet werden. Damit wird vielen mittelständischen Unternehmen der Eintritt in die Industrie-4.0-Welt ermöglicht.

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