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Kündigen wie ein Profi

So gelingt der Arbeitgeberwechsel

  Eine Kündigung gehört zum Berufsleben dazu. Aber auf die richtige Art und Weise kommt es an. Wie Sie einen galanten Abgang hinlegen und der Unternehmensaustritt am besten gelingt, erklärt Gehalt.de.

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Kündigungsfristen-beachten Fotolia

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Kündigungsfristen beachten
Wer seinen Arbeitgeber wechseln möchte, sollte sich rechtzeitig über seine Kündigungsfrist informieren. „Kündigungsfristen sind Vertragssache. Meistens betragen sie drei Monate, aber auch Betriebszugehörigkeit oder Karrierelevel können die Frist beeinflussen“, erklärt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de. Entscheidend ist dabei nicht, wann Beschäftigte die Kündigung versenden, sondern der Tag, an dem der Arbeitgeber die Kündigung erhält. Wer sich unsicher ist, kann die betrieblich geltende Kündigungsfrist in seinem Arbeitsvertrag nachlesen. In der Probezeit gilt eine generelle Kündigungsfrist von zwei Wochen.

Schriftliche-Formulierung-der-Kündigung Fotolia

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Schriftliche Formulierung der Kündigung
Eine gültige Kündigung erfolgt immer auf schriftlichem Wege. Arbeitnehmer nennen in ihrem Schreiben ihre vollständige Anschrift sowie die des Unternehmens und ihren Austrittstermin. Nur eine persönlich unterschriebene Kündigung ist wirksam. In dem Schreiben sollten Arbeitnehmer bereits im Betreff klar formulieren, dass es sich um eine Kündigung handelt. In dem Fließtext haben Beschäftigte die Möglichkeit, sich für die Zeit und das im Unternehmen Gelernte bedanken. Auch wer nicht im Guten geht sollte immer höflich und sachlich bleiben. Das zeugt von Anstand und Größe.

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Möglichen Aufhebungsvertrag prüfen
Die Erstellung eines Aufhebungsvertrages ist ein Kompromiss für Arbeitgeber und Beschäftigte. Hiermit können Arbeitnehmer ihre Kündigungsfrist verkürzen und im Idealfall schon früher beim neuen Arbeitgeber beginnen. Für Beschäftigte ohne direkten Jobanschluss ist ein solcher Vertrag nur dann sinnvoll, wenn sie über finanzielle Rücklagen verfügen oder ihnen eine Abfindung zusteht. Denn: Wenn das Arbeitsverhältnis früher endet, endet logischerweise auch die monatliche Gehaltszahlung vorzeitig. Denken Sie daher über einen solchen Vertrag gründlich nach.

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Arbeitssuchend melden
Kündigen Arbeitnehmer ohne direkt in ein neues Arbeitsverhältnis einzusteigen, müssen sie sich bei der Agentur für Arbeit persönlich arbeitssuchend melden und Arbeitslosengeld beantragen. Eine Kündigung ohne einen neuen Arbeitsvertrag birgt ein Risiko. „Arbeitnehmer, die ohne neue Anstellung kündigen, nehmen eine dreimonatige Sperre des Arbeitslosengeldes in Kauf“, so Bierbach.

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Kündigung im Kollegium bekannt machen
Im Gespräch mit dem Vorgesetzten wird besprochen, wie die Bekanntmachung der Kündigung erfolgen soll. Im Team oder im gesamten Kollegium, persönlich oder in einer Rundmail – das ist jedem selbst überlassen und Abstimmungssache. Die Bekanntmachung betrifft darüber hinaus auch Kunden und externe Kontakte. Wenn sichergestellt werden kann, dass Informationen diskret behandelt werden, können Arbeitnehmer nahestehende Personen im Vorfeld informieren. Nur bei einer derartigen Vertrauensbasis lässt sich vermeiden, dass die Nachricht sich im Unternehmen verbreitet, bevor die offizielle Kündigung beim Vorgesetzten eingegangen ist.

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Leistung bis zum letzten Tag
Obwohl die Tage beim alten Arbeitgeber gezählt sind, sollten Beschäftigte weiterhin gute Leistungen erbringen. Das gehört zum guten Ton und hilft dabei, das gemeinsame Arbeitsverhältnis positiv zu beenden. Man sieht sich bekanntermaßen immer zweimal im Leben. Außerdem birgt die Hinterlassung eines schlechten Eindrucks in den letzten Tagen die Gefahr, dass dieser sich in der gesamten Branche herumspricht, was auch beim zukünftigem keinen gelungen Start garantiert.

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Übergabe vorbereiten
Arbeitnehmer sollten dafür sorgen, dass sie den Großteil ihrer Projekte noch vor dem Unternehmensaustritt abschließen. Und dort, wo das nicht möglich ist, hilft eine gute Dokumentation und Übergabe Ihrem Nachfolger, seinen Job nach Ihrem Abgang bestmöglich zu erledigen. Diese sollte bereits einige Wochen vor dem letzten Arbeitstag erfolgen. In einigen Fällen und bei komplizierten Stellen ist das schriftliche Protokollieren von Arbeitsprozessen empfehlenswert.

Arbeitszeugnis-nicht-vergessen dpa

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Arbeitszeugnis nicht vergessen
Der Arbeitnehmer hat immer einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Beschäftigte können dies bereits im Kündigungsgespräch oder-schreiben erfragen, damit eine pünktliche Aushändigung zum letzten Arbeitstag stattfinden kann. Nur so können Beschäftigte bei zukünftigen Bewerbungen nachweisen, welche beruflichen Erfahrungen sie mitbringen. Wenn möglich, sollten Arbeitnehmer zusätzlich nach einem persönlichen Empfehlungsschreiben fragen. Das ist meist deutlich mehr Wert als ein standardisiertes Zeugnis.

Mit Stil Abschied nehmenBeschäftigte sollten ihrem letzten Arbeitstag einen würdigen Rahmen geben. Es ist üblich, eine Abschiedsrunde durch das Team oder Kollegium zu drehen oder eine Kleinigkeit zu essen zu besorgen. Arbeitnehmer sollten überlegen, mit wem sie in Kontakt bleiben möchten und ob sie die dafür notwendigen Daten haben. Ihre eigenen Kontaktdaten können auch in einer allgemeinen Abschiedsmail ans gesamte Unternehmen oder einzelne Teams verschickt werden. Damit schaffen Arbeitnehmer einen wohlwollenden Unternehmensaustritt. Fotolia

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Mit Stil Abschied nehmen
Beschäftigte sollten ihrem letzten Arbeitstag einen würdigen Rahmen geben. Es ist üblich, eine Abschiedsrunde durch das Team oder Kollegium zu drehen oder eine Kleinigkeit zu essen zu besorgen. Arbeitnehmer sollten überlegen, mit wem sie in Kontakt bleiben möchten und ob sie die dafür notwendigen Daten haben. Ihre eigenen Kontaktdaten können auch in einer allgemeinen Abschiedsmail ans gesamte Unternehmen oder einzelne Teams verschickt werden. Damit schaffen Arbeitnehmer einen wohlwollenden Unternehmensaustritt.

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Ist die Kündigung wirklich die richtige Entscheidung?
Gehen wir zum Ende noch einmal einen Schritt zurück. Die Entscheidung den Arbeitgeber zu verlassen, sollten Arbeitnehmer wohlüberlegt treffen. „Eine Kündigung sollte sich nie mit Wut oder Frust begründen lassen. Es ist immer ratsam, die Gründe und Prioritäten rational abzuwägen“, rät Bierbach. Beschäftigte sollten sich deshalb mehr als einmal fragen, ob die Kündigung des sicheren Arbeitsplatzes die beste Lösung ist und lieber noch eine Nacht über die Entscheidung schlafen anstatt impulsiv zu handeln.

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