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Meetings & Co.

Das sind die Kommunikationskiller im Büro

  Im Job üben wir uns täglich im verbalen Verkaufen. Ob wir erfolgreich sind, hängt nicht zuletzt von unserer Art der Kommunikation ab. So vermeiden Sie die typischen Fettnäpfchen in Verhandlungen, Meetings & Co.

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Der-Kundenflüsterer

Haben Sie mal wieder viel geredet und dennoch nichts erreicht? Die Beförderung, die Gehaltserhöhung oder derVertragsabschluss gingen an Ihnen vorbei? Vielleicht lag es an Ihrem Kommunikationsstil. Autorin Ilona Lindenau hat sich in ihrem Buch „Der Kundenflüsterer“ mit den Do’s und Don‘ts des verbalen Werbens befasst. Acht Tipps aus ihrem Werk, wie Sie kommunikative Fettnäpfchen im Büro vermeiden können.

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Das Gegenüber totreden

Wer gern und viel redet, merkt mitunter nicht, dass er seinem Zuhörer durch die eigene Redeflut weder Aufmerksamkeit noch Einfühlsamkeit schenkt. Eine Quasselstrippe ist vor allem mit sich selbst beschäftigt. Was passiert bei solchen Kommunikationsmustern? Wir sind zu schnell: Wir interpretieren zu schnell, reden zu schnell und – schießen rasant am Ziel vorbei. Wir hören dem anderen nicht zu und nehmen seine Bedürfnisse gar nicht wahr. So erzeugen wir alles andere als Verbundenheit. Ein Killer für unsere Geschäftsbeziehungen.

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Die Verkaufswut das Gespräch führen lassen

Emotionen haben, anders als mancher meint, auch am Arbeitsplatz ihre Daseinsberechtigung. Das Stimulieren von Gefühlen hilft enorm dabei, andere für sich zu gewinnen. Dafür braucht es Empathie und Einfühlungsvermögen. Wer das im Gespräch nicht mitbringt, wird den anderen nicht im Inneren erreichen. Das schürt Distanz statt Nähe. Auf diese Weise bauen sich weder Vertrauen noch emotionale Verbundenheit auf. Die bräuchte es aber, um andere für sich und seine Sache einzunehmen. Also Zeit nehmen und Zuhören. Nehmen Sie den anderen wirklich wahr – dann kriegen Sie im Gespräch auch dann noch die Kurve, wenn der Verlauf aus der Bahn zu geraten droht.

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Sich von Vorurteilen leiten lassen

Wir alle hegen und pflegen unsere inneren Schubladen, in die wir Kollegen und Mitarbeiter einsortieren – und nur selten wieder herausholen. Gerade wenn Sie jemanden zum ersten Mal treffen, sollten Sie sich nicht vom Flurfunk beeinflussen lassen. Was Sie über den anderen gehört haben, beeinträchtigt Ihre Wahrnehmung und damit den Gesprächsverlauf. Wer zu sehr auf die Meinung anderer vertraut, boykottiert die eigene Meinungsbildung. Je besser Sie sich auf die Individualität des anderen einlassen können, desto differenzierter wird Ihr Bild– und damit auch Ihr Spielraum, ihn von sich überzeugen zu können.

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Zu fokussiert sein

Ein genauer Gesprächsablauf lässt sich nicht hundertprozentig planen. Wer zu sehr auf seine Ziele fokussiert, dem passiert es schnell, dass er sein Gegenüber überredet statt überzeugt. Das erzeugt jedoch keinen nachhaltigen Effekt. Gut und stimmig verkaufen wir unsere Anliegen nur mit echter Überzeugungsarbeit. Machen Sie sich stets bewusst, dass das Werben um Kunden, Anerkennung oder Zustimmung nicht manipulativ sein darf. Wenn Sie nicht überzeugen können, treten Sie einen Schritt zurück anstatt zu überreden. Damit gewinnen Sie das Vertrauen Ihres Gegenübers.

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Zu viel Schauspiel, zu wenig Authentizität

Wer andere beeindrucken will, überlässt nichts dem Zufall: Die Wahl des Anzugs, die Körpersprache, Formulierungen – alles ist wohlüberlegt. Doch dabei geht die Persönlichkeit unter, das Auftreten wirkt nicht authentisch. Und das macht Sie wenig glaubwürdig. Ihr Gegenüber empfindet instinktiv, dass da etwas nicht stimmt. Bewahren Sie sich trotz Gesprächsleitfäden eine persönliche Note. Versuchen Sie nie, etwas darzustellen, was Sie nicht wirklich sind. 

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Zu viel Humor

Es gibt Menschen, denen zu jedem Stichwort ein Witz einfällt, der den Tiefgang eines Kinderplanschbeckens hat. Oft dient der Witz dann als Einleitung für eine eigene Geschichte, frei nach dem Motto: „Wo wir gerade darüber sprechen…“ Aus dem Dialog wird ein Monolog, dessen Inhalte schlimmstenfalls völlig vom eigentlichen Thema des Gesprächs wegführen. Humor ist zwar ein probates Mittel, um Gespräche aufzulockern, Spannungen abzubauen oder Verbundenheit zu erzeugen. Er sollte jedoch nicht zur puren Selbstdarstellung missbraucht werden, die beim anderen alles Mögliche hinterlässt – nur keinen guten Eindruck.

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Informationsoverkill

Statt auf die Körpersprache, Mimik und Gestik seines Gegenübers zu achten oder gar den Blickkontakt zu suchen und zu halten, bombardiert der Experte seine Zuhörer mit Informationen. Experten haben die Weisheit schon mit der Muttermilch aufgesogen und geben diese unaufhörlich zum Besten. So bleibt fürs Gegenüber weder die Chance, einmal anderer Meinung zu sein noch in einen echten Dialog zu treten. Das Resultat: Kollegen ergreifen reflexartig die Flucht, wenn ein ungebetener Vortrag beginnt und suchen die Nähe des Experten nur im Notfall auf.

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Negative Gefühle einbringen

Ihr Chef macht Ihnen Druck? Sich haben sich über einen Kollegen geärgert? Ihr Kunde ist sauer? Stellen Sie sich eine Frage: Was kann nun Ihr aktueller Gesprächspartner dafür? Die Antwort ist immer dieselbe: Nichts! Lassen Sie deshalb Ihren Frust auf keinen Fall an Ihrem nächsten Gesprächspartner aus, er hat mit Ihrem Frust nichts zu tun. Hängen Sie nicht dem Ärgernis nach, sondern konzentrieren Sie sich aufs Hier und Jetzt – das ist das Einzige, was Sie noch beeinflussen können, der Rest ist geschehen. 

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