WirtschaftsWoche

MenüZurück
Wird geladen.

Die Worte der Woche

"Jetzt ist uns Tofu in die Fleischsuppe gefallen"

  Das Referendum in Katalonien und die Debatte um eine Jamaika-Koalition beherrschten diese Woche die Schlagzeilen. Die Zitate der Woche.

  • zurück
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • vor
Carles Puigdemont AP

Quelle: AP

„Wir haben das Recht gewonnen, einen unabhängigen Staat zu haben“

Carles Puigdemont, Regionalpräsident der spanischen Region Katalonien, fühlt sich als Sieger nach dem umstrittenen Referendum über die Abspaltung von Spanien. Obwohl nur weniger als die Hälfte der 5,3 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben,
war das Ergebnis eindeutig – 90 Prozent stimmten mit Ja. Puigdemont, Sohn eines Konditormeisters, will jetzt die Selbstständigkeit. Der Machtkampf mit Madrid ist nicht nur ein spanisches Problem. Denn auch auf Korsika, in Flandern und Norditalien gibt es separatistische Bewegungen, die nun neuen Auftrieb erhalten.

Alexander Dobrindt. dpa

Quelle: dpa

„Jetzt ist uns Tofu in die Fleischsuppe gefallen“

Alexander Dobrindt, Bundesverkehrsminister und CSU-Landesgruppenchef, liebt bildliche Vergleiche. Dabei vergisst er aber, dass seine Partei in der Wahlschlacht ziemlich viel an Fleisch sprich Substanz eingebüßt hat. Dennoch macht er keinen Hehl daraus, dass er lieber über ein Bündnis ohne die Grünen verhandeln würde. Daran kommen er, seine Partei und die CDU nun nicht mehr vorbei. Ohne die Grünen und die FDP lässt sich keine Regierung bilden. Dobrindt wird sich damit anfreunden müssen, dass im künftigen Regierungskochbuch grüne Zutaten und ein Schuss FDP-Esprit dazugehören.

Boris Johnson. REUTERS

Quelle: REUTERS

„Rien ne va plus, finito la musica. Ein weiteres Rumeiern kann es nicht geben“

Boris Johnson, britischer Außenminister, schießt mal wieder quer. Während Premierministerin Theresa May sanftere Töne anschlägt und nach dem Brexit im März 2019 noch einmal eine Übergangsfrist von zwei Jahren anstrebt, pocht er auf den endgültigen
Schlussstrich. Der Hardliner will nicht nur raus aus der EU, er will auch in die Downing Street einziehen. In seiner Wortwahl agiert der Egomane dabei ähnlich plump wie US-Präsident Donald Trump. Doch das scheint seiner Glaubwürdigkeit nicht zu schaden – im Gegenteil. Er genießt laut Umfrage den größten Rückhalt an der Parteibasis.

Frank Appel REUTERS

Quelle: REUTERS

„Es wird auch im gesamten Jahr 2018 keine Portoerhöhung geben“

Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post, bläst kräftig ins Horn. Erst im Spätherbst des nächsten Jahres will er bei der Bundesnetzagentur einen Änderungsantrag für die Portopreise stellen. Frühestens ab Januar 2019 werden dann die Briefe teurer. Ein Versprechen, das von einer anderen Baustelle ablenkt. Der oberste Postillion möchte das seit 20 Jahren gültige Postgesetz umschreiben. Künftig soll der Postmann nur drei Mal in der Woche an die Tür klingeln. Grund: Den täglichen Botengang erledigt die Digitalisierung.

Frauke Petry dpa

Quelle: dpa

„In der AfD wird sehr gründlich entsorgt“

Frauke Petry, ehemalige AfD-Chefin, macht keinen Hehl daraus, dass Andersdenkende und Aussteiger in ihrer früheren Partei öffentlich diskreditiert und demontiert werden. Auch sie sei davon betroffen gewesen, als das Gerücht gestreut wurde, sie wolle als alleinige Spitzenkandidatin bei der Bundestagswahl aufgestellt werden. Dass das methodische Zerlegen von politischen Gegnern via Mail und sozialen Medien in der rechtspopulistischen AfD keine Ausnahme ist, weiß Petry nicht erst nach dem Wahlerfolg ihrer Expartei.

Jean-Claude Juncker REUTERS

Quelle: REUTERS

„Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass wir den Graben zwischen Ost-, West- und Mitteleuropa nicht weiter vertiefen“
Jean-Claude Juncker, EU-Kommissionspräsident, setzt auf Dialog statt auf Sanktionen, obwohl die EU mit den Regierungen in Ungarn und Polen im Clinch liegt. Polen bleibt bei der umstrittenen Justizreform, und Ungarn weigert sich hartnäckig, das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Verteilung der Flüchtlinge umzusetzen. So viel Herzblut der Luxemburger auch investieren mag, gegen das rechtspopulistische Duo braucht er mehr als einen langen Atem.

  • zurück
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • vor

Direkt vom Startbildschirm zu Wiwo.de

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×