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Die Worte der Woche

"Viele Menschen haben Merkel satt"

  Der Dieselskandal, der Bundestagswahlkampf und der Brexit regierten diese Woche die Schlagzeilen. Die Zitate der Woche.

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Katarina Barley. REUTERS

Quelle: REUTERS

„Viele Menschen haben Merkel satt“

Katarina Barley, Bundesfamilienministerin (SPD), leistet verbale Schützenhilfe für die schwerfälligen Profilierungsversuche ihres Parteigenossen und Kanzlerkandidaten Martin Schulz. Aktuelle Umfragewerte ignoriert sie, denn danach wäre der selbst ernannte Kapitän an Bord einer neuen Bundesregierung nur ein Leichtmatrose. Das Wahlvolk traut Kanzlerin Merkel nicht nur deutlich mehr Sachverstand zu, sie sei auch glaubwürdiger und sympathischer, ermitteln die Meinungsforscher. Der kecke Vorstoß der Juristin und Exgeneralsekretärin mag auch einen anderen Grund haben. Sie will nach der Bundestagswahl im Amt bleiben, das sie erst Anfang Juni von ihrer omnipräsenten Vorgängerin Manuela Schwesig übernommen hat. Da gilt es, mit lautem Getöse die eigenen Konturen zu schärfen.

Michael Harms Deutsche Energie-Agentur Amir Saparov

Quelle: Deutsche Energie-Agentur Amir Saparov

„Wie ein Damoklesschwert“

Michael Harms, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, befürchtet, dass das neue US-Sanktionsgesetz insbesondere die europäische Energiewirtschaft schwer treffen könnte. Ursprünglich sollte der Gesetzentwurf Präsident Trump daran hindern, eigenmächtig Sanktionen gegen Russland aufzuheben. Jetzt bedrohen die angedrohten Strafmaßnahmen die Pipeline Nord Stream 2, mit der Erdgas von Russland nach Deutschland geleitet werden soll. Konzerne wie Wintershall, Uniper oder der französische Energieriese Engie dürften aus Angst vor Repressalien ihre Finanzierungszusagen überdenken.

Dietmar Hopp dpa

Quelle: dpa

„Es ist besser, wir liefern Fußball nach China als Panzer“

Dietmar Hopp, Mitbegründer des Softwarekonzerns SAP, ist nicht nur ein Fan von Bits und Bytes, auch auf dem Fußballrasen sucht er als Mäzen von 1899 Hoffenheim nach innovativen Lösungen. Mit neuartigen Softwareprogrammen will er jetzt die Mauer überwinden und China per Digitalisierung das große Fußball-Einmaleins beibringen. Der Computer animiert nicht nur zum Toreschießen, er hilft auch bei der Leistungsdiagnostik. Hopp beherrscht das Passspiel, vor allem wenn es um die weltweite Vermarktung geht. Fußball verbindet, heißt es. In Hopps Fall trifft das zu – zumindest wirtschaftlich.

Theresa May AP

Quelle: AP

„Die Freizügigkeit endet im März 2019“

Theresa May, britische Premierministerin, wird auch im Urlaub vom Schatten des Brexits verfolgt. Die Stimmen im konservativen Regierungslager mehren sich, die einen weichen EU-Ausstieg fordern, ohne dass mit den derzeitig gültigen Einwanderungsregeln sofort gebrochen wird. Ein Machtwort musste her, zumal Mays Autorität nach dem enttäuschenden Wahlergebnis Anfang Juni stark gelitten hat. Die Tories verloren ihre absolute Mehrheit im Unterhaus, und mit Finanzminister Philip Hammond bringt sich ein
möglicher Nachfolger der Premierministerin ins Spiel. Er will gegensteuern und die Arbeitnehmerfreizügigkeit für eine Dauer von mehreren Jahren beibehalten.

Jürgen Trittin. dpa

Quelle: dpa

„Die Autokonzerne haben Geld wie Heu“
Jürgen Trittin, Grünen-Bundestagsabgeordneter, glaubt nicht, dass die Automobilindustrie an einer technischen Nachrüstung im Dieselskandal wirklich interessiert ist und weiterhin nur an der Software herumfummeln wird. Der frühere Bundesumweltminister, der wie seine Partei den Verbrennungsmotor lieber heute als morgen von den Straßen verbannen würde, macht mobil für die Elektromobilität. Doch da tut sich in deutschen Landen bislang wenig. Sie verkümmert als Brückentechnologie. Ein Vergleich mit dem Ausstieg aus der Atomkraft drängt sich auf. Noch stehen die Ampeln nicht auf Rot, aber Dieselmanipulation und Kartellabsprachen könnten dazu führen, das sich per Gesetz der Tod des Diesels beschleunigt.

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