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Parlamentswahl am Sonntag

Mathe-Genie und Ex-Stierkämpferin

  Am Sonntag steht die zweite Runde der französischen Parlamentswahlen an. Ein Blick auf fünf außergewöhnliche Kandidaten.

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Cedric Villani dpa

Quelle: dpa

Cedric Villani

Der Star-Mathematiker ist einer der ungewöhnlichsten Polit-Neulinge, die Macrons Partei La République en Marche aufgestellt hat - und das nicht nur wegen seiner auffälligen Tücher um den Kragen und dem Spinnen-Anstecker am Jackett. Er ist Träger der Fields-Medaille, einer der höchsten Auszeichnungen der Mathematik. Im ersten Wahlgang fehlten dem 43-Jährigen nur wenige Prozentpunkte zur absoluten Mehrheit - er geht mit guten Chancen in die Stichwahl.

Bruno Le Maire REUTERS

Quelle: REUTERS

Bruno Le Maire

Für den konservativen Deutschland-Kenner ist das Kalkül aufgegangen. Der sozialliberale Präsident Emmanuel Macron hatte ihn zum Wirtschaftsminister ernannt, woraufhin Le Maire bei seiner Republikaner-Partei in Ungnade fiel. Trotzdem sicherte der 48-Jährige sich die klare Führung in seinem Wahlkreis und dürfte den Sieg sicher haben - und damit auch seinen Platz in der Regierung, wo er eine Schlüsselrolle bei geplanten Reformen spielen könnte.

Marie Sara imago

Quelle: imago

Marie Sara

Sie war bislang nicht aus der politischen, sondern aus der Stierkampf-Arena bekannt. Die ehemalige Torera kandidiert in Südfrankreich für die mit Macron verbündete Partei MoDem. Sie trifft im entscheidenden Duell auf den FN-Mann Gilbert Collard, bislang einer der zwei einzigen Abgeordneten der Rechtsaußen-Partei in der Nationalversammlung. Im ersten Wahlgang lagen beide etwa gleichauf.

Jean-Luc Melenchon AP

Quelle: AP

Jean-Luc Melenchon

Der wortgewandte Linksaußen-Politiker (65) will mit seiner Bewegung „Das aufsässige Frankreich“ zur Stimme der linken Opposition gegen Macron werden. Doch ob er überhaupt eine Fraktion bilden kann, ist fraglich, dafür braucht es 15 Abgeordnete. In seinem eigenen Wahlkreis in Marseille holte Mélenchon in der ersten Runde der Parlamentswahl gut 34 Prozent - mehr als zehn Punkte Vorsprung vor der Kandidatin der Präsidentenpartei.

Marine Le Pen REUTERS

Quelle: REUTERS

Marine Le Pen

Die Chefin der Front National (FN) hat die Chance, erstmals in die Nationalversammlung zu kommen. Sie lag in der nordfranzösischen FN-Hochburg Hénin-Beaumont im ersten Wahlgang mit 46 Prozent fast 30 Punkte vor ihrer Stichwahlgegnerin. Der symbolische Erfolg wäre wichtig für Le Pen - zumal ihre Partei insgesamt nur wenige Sitze bekommen dürfte und es nach der verlorenen Präsidentenwahl bereits knirscht.

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