WirtschaftsWoche

MenüZurück
Wird geladen.

Auto Shanghai

Die Highlights der Automesse in China

  China ist der größte Automarkt der Welt und wird das auf absehbare Zeit auch bleiben. Deshalb stellen deutsche Hersteller dort ihre wichtigsten Autos vor – aber Angreifer aus China zeigen sich.

  • zurück
  • 1 von 11
  • vor
Auto Shanghai 2017 REUTERS

Quelle: REUTERS

Offiziell ist der Audi e-tron Sportback noch ein Concept Car. Doch er ist schon sehr nah an dem Serienmodell, dass 2019 auf den Markt kommen soll: Nicht einmal Felgen und Außenspiegel werden geändert, war am Audi-Stand zu hören. Wobei Außenspiegel genau genommen die falsche Bezeichnung ist. Der e-tron Sportback trägt seitlich kleine Kameras. Deren Bilder werden jeweils auf ein Display in der oberen Türverkleidung geschickt. Das ist in Deutschland derzeit zwar noch nicht erlaubt, doch Audi ist sich sicher, dieses Zulassungsproblem bis 2019 gelöst zu haben.

Die 505 PS starke Studie erhielt in China großen Beifall. Das viertürige Coupé mit leicht erhöhter Sitzposition steht äußerst proper auf seinen Rädern. Drei Elektromotoren, einer vorn und zwei hinten, sorgen für eine Beschleunigung von 4,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Laut Audi soll die 95 kWh große Batterie gut für 500 Kilometer Reichweite sein.

Auto Shanghai 2017 obs

Quelle: obs

Während der Elektro-Audi eher auf das obere Preissegment zielt, will der Volkswagen-Konzern mit zwei anderen E-Autos ab 2020 die Massen mobilisieren. Beide Autos basieren auf dem MEB, ausgeschrieben: Modularer Elektrifizierungsbaukasten. Nur durch diese Gleichteilstrategie und durch die konzernweite Verbreitung über viele verschiedene Modelle wird es möglich sein, Elektroautos zu verträglichen Kosten herzustellen und zu halbwegs zivilen Preisen verkaufen zu können. Preise für den Skoda Vision E sind aber natürlich noch nicht bekannt. Experten rechnen mit einem Preis unter 40.000 Euro. Für ein E-Auto dieser Größe (rund 4,70 Meter) wäre das tatsächlich günstig.

Auto Shanghai 2017 Volkswagen

Quelle: Volkswagen

Beide, der Vision E und der VW I.D. Crozz, verfügen über exakt den gleichen Radstand und das gleiche Antriebs-Layout. Im normalen Fahrmodus treibt eine 204 PS starker E-Maschine an der Hinterachse den Wagen an. Zusätzlich sitzt vorne ein Elektromotor mit 102 PS, der die beiden Stromer bei Bedarf zum Allradauto macht. Zur Verfügung steht eine Gesamtleistung von 306 PS. Die Höchstgeschwindigkeit wird dennoch auf 180 km/h begrenzt. Ein höheres Tempo würde zu viel Strom kosten und die Reichweite mindern.

Auto Shanghai 2017 REUTERS

Quelle: REUTERS

Auf der Auto Show in Shanghai zeigt Mercedes die überarbeitete Version der S-Klasse. Während das Design nur leicht geschärft wurde, haben die Techniker bei den Assistenzsystemen und Motoren ordentlich nachgelegt.

Hier feiert das Fahrerassistenzpaket 4.5 seine Premiere. Gegenüber der Version 4.0, die erst kürzlich in der E-Klasse debütierte, wurde vor allem der Abstands-Tempomat Distronic verbessert. Er bremst nun nicht mehr nur, wenn er ein Hindernis vor sich erkennt. Vielmehr bedient er sich der Navigations- und Kameradaten und bezieht Kurven, Kreisverkehre und Abzweigungen in seine Fahrstrategie ein.

Bei den Motoren wurden die V6-Motoren durch vollkommen neue Reihensechszylinder ersetzt. Bei den Achtzylindern wird der alte 5,5-Liter--Block durch einen neuen 4,0-Liter-Motor mit aktiver Zylinderabschaltung im S 560 (469 PS) ausgetauscht, der auch in der besonders edlen Maybach-Version erhältlich ist.

Auto Shanghai 2017 Daimler

Quelle: Daimler

Fünf Jahre hat die Mercedes A-Klasse auf dem Buckel und ist damit schon im Herbst ihrer Bauzeit angelangt. Ende 2018 wird voraussichtlich die neue Generation präsentiert, die dann Anfang 2019 zu den Händlern rollen soll.

In Shanghai gibt Mercedes jetzt mit der Studie Concept A Sedan einen ersten Vorgeschmack auf die neue Kompaktklasse. Die großen, klaren Flächen setzten das vom Chef-Kreativen Gordon Wagener eingeführte Design – abgesehen von ein paar auffälligen Sicken, von denen er eigentlich weg wollte – konsequent fort. Sie wirken elegant und sportlich zu gleich.

Das viertürige Coupé CLA soll es aber weiter geben. Die Serienversion der A-Klasse Limousine dürfte sich also stärker von dem Coupé-Bruder abheben als die Studie.

Auto Shanghai 2017 Mini

Quelle: Mini

Fast schon traditionell gibt es von jeder Mini-Baureihe auch eine besonders sportliche Version. Da ist auch der Countryman keine Ausnahme. Auf der Auto Shanghai feiert das erstarkte und deutlich gewachsene Muskelpaket seine Premiere. Mit der Leistung und dem Platzangebot geht es rauf. Der Einstiegspreis, der künftig bei 38.800 Euro liegt, wurde kräftig angehoben. Dafür gibt es jetzt 231 PS.

Auch in China dürfte die BMW-Tochter den ein oder anderen Abnehmer finden: Lange Zeit war China vor allem ein Markt für Limousinen, doch inzwischen boomen auch dort die SUV.

Auto Shanghai 2017 REUTERS

Quelle: REUTERS

Der Elektro-Boom, den viele Beobachter prognostizieren, zieht neue Mitspieler an. Einer der ernsthaftesten ist Nio, ein chinesischer Start-up, das ursprünglich als NextEV firmierte. Noch im März hatte Nio bei dem „South by Southwest“-Festival im texanischen Austin eine Fahrzeugstudie gezeigt, die den ambitionierten Plänen Glaubwürdigkeit verleihen soll.

In Shanghai steht aber nicht die Studie Eve, sondern der ES8 im Fokus. Mit diesem Auto will Nio ab 2018 antreten. Mit genauen Daten zu Leistung und Reichweite des Elektro-SUV hält man sich aber noch zurück. Immerhin gibt es Angaben zur Größe des ES8: Sowohl beim Radstand als auch der Länge ähnelt der Wagen einem Range Rover.

Auto Shanghai 2017 PR

Quelle: PR

Elektrolimousinen aus Fernost hat die Branche inzwischen viele gesehen, den meisten Exponaten mangelt es allerdings an Substanz: Die Start-ups kommen und gehen, und die hoffnungsvollen Fahrzeugstudien entpuppen sich häufig als Luftnummern. Zu den etablierten Mitspielern gehört die Marke Qoros, die 2013 lanciert wurde und sich seitdem in China in der Near-Premium-Nische etabliert hat.

Mit der Studie einer vollelektrischen High-Tech-Limousine namens K EV will Qoros auf der Automesse in Shanghai einen selbstbewussten Akzent in der Oberklasse setzen. Die Modellbezeichnung K darf dabei als Anspielung auf den Qoros-Kooperationspartner Koenigsegg interpretiert werden. Die schwedische Manufaktur ist nicht nur Entwicklungspartner bei der geradezu revolutionären Qamfree-Technologie für Verbrennungsmotoren, sondern auch potentieller Lieferant für Elemente zur Batteriesteuerung.

Mit 5,12 Metern Länge und vier Elektromotoren, die insgesamt 870 PS leisten, positioniert sich die futuristisch gezeichnete High-Tech-Limousine direkt in der Oberklasse. Sie steht damit in direkter Konkurrenz zu Modellen wie dem Tesla Model S und dem Porsche Panamera.

Auto Shanghai 2017 REUTERS

Quelle: REUTERS

Eine weitere neue Marke aus China ist Lynk&Co – wenn auch ohne den Elektro-Fokus von Nio. Lynk&Co gehört zu der Volvo-Mutter Geely. Die Schweden hatten zusammen mit der chinesischen Mutter unter anderem die CMA-Plattform für Kompaktwagen entwickelt. Bei Volvo basiert die 40er-Baureihe auf diesem Baukasten, Geely verwendet sie für Lynk&Co, wie etwa den 01 im Bild.

Trotz der ähnlichen Technik verfolgen beide Unternehmen einen anderen Ansatz: Lynk&Co versteht sich weniger als Autobauer, vielmehr seien die Produkte „Smartphones auf Rädern“. Entsprechend anders wollen die Chinesen Dinge wie Bezahlmodelle, Vertrieb und Connectivity angehen – bald übrigens auch in Europa.

Auto Shanghai 2017 AP

Quelle: AP

Vor einem Jahr stand in Peking die Studie des Buick Velite 5, 2017 wird in Shanghai die Serienversion gezeigt. Mit dem neuen Modell soll der Startschuss zur Elektrifizierungsoffensive der größten GM-Marke in China erfolgen. Bislang bietet Buick den LaCrosse Hybrid Electric an. Im Gegensatz zu diesem erhält der Velite 5 einen Range Extender und soll auf eine - für ein Plug-in-Hybrid-Modell hohe - rein elektrische Reichweite von mehr als 100 Kilometern kommen.

Auto Shanghai 2017 REUTERS

Quelle: REUTERS

Übrigens: Nicht nur europäische Autobauer müssen in China Joint Ventures mit heimischen Unternehmen eingehen. Hyundai aus Korea arbeitet zum Beispiel mit Beijing Automotive Company (BAC) zusammen. Beijing Hyundai baut unter anderem den Sonata für den chinesischen Markt. Mit Erfolg: Im vergangenen Jahr setzte das Joint Venture knapp 1,8 Millionen Fahrzeuge ab – mehr als Toyota, Honda oder Ford.

  • zurück
  • 1 von 11
  • vor

Direkt vom Startbildschirm zu Wiwo.de

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×