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Im Visier der Behörden

Kooperationsversprechen - oft nur heiße Luft

  Gerne erklären Konzerne und Personen, gegen die ermittelt wird, freimütig: „Wir werden mit den Behörden kooperieren!“ Doch was hat es ihnen am Ende gebracht? Ein Überblick über die prominentesten Fälle.

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AirbusWenn Unternehmen eine Kooperation bekanntgeben, dann in der Regel mit Stolz – über einen neuen Kunden oder Geschäftspartner zum Beispiel. Eher ungeliebte Kooperationspartner sind dagegen Ermittlungsbehörden. Und doch – stehen Ermittler vor der Tür, zögern die wenigsten Firmenchefs vor der Bekanntgabe: „Wir werden mit den Behörden kooperieren.“ So wie derzeit Airbus. Dem Flugzeughersteller wird vorgeworfen, Kreditvermittler für Finanzierungen bestochen zu haben. Neben US-Behörden hat sich nun auch die französische Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Wie der Fall entschieden wird, ist unklar. Für andere Konzerne allerdings ging die Kooperation mit den Behörden nicht immer glimpflich aus. dpa

Quelle: dpa

Airbus

Wenn Unternehmen eine Kooperation bekanntgeben, dann in der Regel mit Stolz – über einen neuen Kunden oder Geschäftspartner zum Beispiel. Eher ungeliebte Kooperationspartner sind dagegen Ermittlungsbehörden. Und doch – stehen Ermittler vor der Tür, zögern die wenigsten Firmenchefs vor der Bekanntgabe: „Wir werden mit den Behörden kooperieren.“ So wie derzeit Airbus. Dem Flugzeughersteller wird vorgeworfen, Kreditvermittler für Finanzierungen bestochen zu haben. Neben US-Behörden hat sich nun auch die französische Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Wie der Fall entschieden wird, ist unklar. Für andere Konzerne allerdings ging die Kooperation mit den Behörden nicht immer glimpflich aus.

Ex-Postchef Klaus ZumwinkelAuch der frühere Vorstandsvorsitzende der Post, Klaus Zumwinkel, hatte zugesagt: „An der Aufklärung der Fragen zu meinen privaten Finanzverhältnissen werde ich mich aktiv beteiligen.“ Die Staatsanwaltschaft warf ihm 2008 vor, Steuern in Höhe von fast einer Million Euro hinterzogen zu haben. Das Landgericht Bochum verurteilte den Ex-Manager zu zwei Jahren Haft auf Bewährung. Darüber hinaus musste er eine Geldbuße von einer Million Euro zahlen. dpa

Quelle: dpa

Ex-Postchef Klaus Zumwinkel

Auch der frühere Vorstandsvorsitzende der Post, Klaus Zumwinkel, hatte zugesagt: „An der Aufklärung der Fragen zu meinen privaten Finanzverhältnissen werde ich mich aktiv beteiligen.“ Die Staatsanwaltschaft warf ihm 2008 vor, Steuern in Höhe von fast einer Million Euro hinterzogen zu haben. Das Landgericht Bochum verurteilte den Ex-Manager zu zwei Jahren Haft auf Bewährung. Darüber hinaus musste er eine Geldbuße von einer Million Euro zahlen.

FC-Bayern-Präsident Uli HoeneßEin Leidensgenosse von Zumwinkel ist Uli Hoeneß. Auch der Präsident des FC Bayern sah sich Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung gegenüber, auch er versprach „rückhaltlose“ Kooperation mit den Steuerfahndern. Am Ende wurde Hoeneß zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach einem halben Jahr in der JVA Landsberg wechselte er in den offenen Vollzug, rund ein weiteres Jahr später wurde er auf Bewährung entlassen – und verfolgt die Spiele der Bayern inzwischen wieder als Vereinspräsident. REUTERS

Quelle: REUTERS

FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß

Ein Leidensgenosse von Zumwinkel ist Uli Hoeneß. Auch der Präsident des FC Bayern sah sich Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung gegenüber, auch er versprach „rückhaltlose“ Kooperation mit den Steuerfahndern. Am Ende wurde Hoeneß zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach einem halben Jahr in der JVA Landsberg wechselte er in den offenen Vollzug, rund ein weiteres Jahr später wurde er auf Bewährung entlassen – und verfolgt die Spiele der Bayern inzwischen wieder als Vereinspräsident.

VolkswagenWeniger glücklich ging die Kooperation von Volkswagen mit den US-Behörden aus: Der Konzern muss eine Strafe von rund 4,1 Milliarden Euro zahlen, das Image der Marke VW ist ramponiert. Daran konnten auch Gespräche mit dem US-Justizministerium und der Zollbehörde nichts ändern. Hinzu kommen die zahlreichen Zivilkläger, mit denen sich VW voraussichtlich auf eine Zahlung von insgesamt 17 Milliarden Euro einigen wird. dpa

Quelle: dpa

Volkswagen

Weniger glücklich ging die Kooperation von Volkswagen mit den US-Behörden aus: Der Konzern muss eine Strafe von rund 4,1 Milliarden Euro zahlen, das Image der Marke VW ist ramponiert. Daran konnten auch Gespräche mit dem US-Justizministerium und der Zollbehörde nichts ändern. Hinzu kommen die zahlreichen Zivilkläger, mit denen sich VW voraussichtlich auf eine Zahlung von insgesamt 17 Milliarden Euro einigen wird.

DaimlerDass die Zusammenarbeit mit US-Ermittlern teuer werden kann, musste auch Daimler erfahren. Als dem Konzern 2008 Korruption vorgeworfen wurde, kündigten auch die Stuttgarter an, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Am Ende des Prozesses musste Daimler 134 Millionen Euro Strafe zahlen. dpa

Quelle: dpa

Daimler

Dass die Zusammenarbeit mit US-Ermittlern teuer werden kann, musste auch Daimler erfahren. Als dem Konzern 2008 Korruption vorgeworfen wurde, kündigten auch die Stuttgarter an, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Am Ende des Prozesses musste Daimler 134 Millionen Euro Strafe zahlen.

Südkoreas Ex-Präsidentin Park Geun HyeEin jüngerer Fall: Südkoreas inzwischen abgesetzte Präsidentin Park Geun Hye. Die Politikerin soll eine Freundin in dubioser Weise in Regierungsgeschäfte eingebunden haben, die daraufhin Schmiergelder von großen südkoreanischen Konzernen forderte. Auch Park sagte den Behörden ihre Unterstützung zu. Viel Bedeutung hatte das jedoch nicht: Eine Durchsuchung wendete sie ab, auch eine Aussage verweigert sie bisher. dpa

Quelle: dpa

Südkoreas Ex-Präsidentin Park Geun Hye

Ein jüngerer Fall: Südkoreas inzwischen abgesetzte Präsidentin Park Geun Hye. Die Politikerin soll eine Freundin in dubioser Weise in Regierungsgeschäfte eingebunden haben, die daraufhin Schmiergelder von großen südkoreanischen Konzernen forderte. Auch Park sagte den Behörden ihre Unterstützung zu. Viel Bedeutung hatte das jedoch nicht: Eine Durchsuchung wendete sie ab, auch eine Aussage verweigert sie bisher.

Deutsche BankOb Kirch-Prozess, ungültige Hypotheken-Darlehen in den USA oder Libor-Skandal: Wenn es um Ermittlungsbehörden geht, ist die Deutsche Bank der Top-Kooperationspartner. Immer wieder verspricht die Bank in ihren zahlreichen Affären, gemeinsam mit den Ermittlern für Aufklärung zu sorgen. Am Ende steht meist eine Millionenstrafe und die Zusicherung, es künftig besser zu machen. Doch die nächste Kooperation kommt bestimmt. REUTERS

Quelle: REUTERS

Deutsche Bank

Ob Kirch-Prozess, ungültige Hypotheken-Darlehen in den USA oder Libor-Skandal: Wenn es um Ermittlungsbehörden geht, ist die Deutsche Bank der Top-Kooperationspartner. Immer wieder verspricht die Bank in ihren zahlreichen Affären, gemeinsam mit den Ermittlern für Aufklärung zu sorgen. Am Ende steht meist eine Millionenstrafe und die Zusicherung, es künftig besser zu machen. Doch die nächste Kooperation kommt bestimmt.

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