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Mitteldeutsche Fahrradwerke

Von der legendären Marke zum Sanierungsfall

  Einst stellte die Mitteldeutsche Fahrradfabrik Millionen von Zweirädern her. Doch seit mehr als 20 Jahren hat das Unternehmen unter verschiedenen Eigentümern mit Problemen zu kämpfen. Ein Rückblick in Bildern.

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Mifa dpa

Quelle: dpa

Die Mitteldeutschen Fahrradwerke (Mifa) wurden bereits 1907 gegründet. Bekanntheit erreichte die Marke in den 1920er Jahren mit Erfolgen im Radrennsport. In der Zeit der DDR fertigte Mifa rund neun Millionen Fahrräder, unter anderem die bekannten Klappräder. Nach dem Zusammenbruch der DDR konnte Mifa allerdings nicht mehr an die alten Erfolge anknüpfen.

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1993 ging die Marke an zwei Investoren aus der Schweiz. Der Neustart scheiterte allerdings schon 1995. Ein Jahr später übernahmen Peter Wicht und Michael Lehmann die Mehrheit und änderten den Namen in MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke GmbH. 2004 erfolgte der Börsengang als MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG.

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Ab 2011 wurde die Produktpalette durch Zukäufe um zahlreiche Marken erweitert. Mit mehr als 500 Mitarbeitern und einer Jahresproduktion von 400.000 Fahrrädern galt der Betrieb 2013 als größter Arbeitgeber im Südharz

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Mifa fertigte in dieser Zeit auch aufwändige E-Bikes, unter anderem für die Daimler-Tochter Smart.

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Die Verkäufe entwickelten sich aber schlechter als gedacht, 2014 geriet das Unternehmen in immer größere Schwierigkeiten. Der indische Hersteller Hero Cycles hatte schon angekündigt, die Mehrheit an Mifa übernehmen zu wollen – doch am Ende wurden die Verhandlungen ohne Ergebnis abgebrochen. Mifa rutschte in die Insolvenz.

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Der erfahrene Insolvenzverwalter Lucas Flöther aus Halle wurde mit der Suche nach einem Investor für Mifa beauftragt. Im Dezember 2014 stieg die Familie um den Unternehmer Heinrich von Nathusius bei Mifa ein und investierte kräftig.

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Die Familie von Nathusius wollte die inzwischen als MIFA-Bike Gesellschaft mbH eingetragene Firma vor allem mit einem neuen Werk auf Vordermann bringen. Das kostengünstigste Werk Europas sollte entstehen und der Billig-Konkurrenz aus Fernost trotzen. Doch beim Bau liefen die Kosten aus dem Ruder – mehr als 17 Millionen Euro hat die Fabrik bis jetzt gekostet.

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Mitten in den Umzug in die neuen Hallen platzte Anfang des Jahres aber die Nachricht der erneuten Insolvenz. Am 4. Januar 2017 stellte die Geschäftsleitung beim Amtsgericht Antrag auf Insolvenz in Eigenverantwortung und Geschäftsführer Heinrich von Nathusius schied aus dem Unternehmen aus. Inzwischen arbeitet nur noch ein Viertel der einst 520 Beschäftigten im Werk.

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Ende April 2017 wurde bekannt, dass auch die Staatsanwaltschaft Halle nach der erneuten Pleite ermittelt. Es sei eine entsprechende Strafanzeige eingegangen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Der Verdacht der Insolvenzverschleppung richte sich gegen den Mifa-Eigentümer Heinrich von Nathusius.

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Insolvenzverwalter Flöther ist inzwischen zum zweiten Mal auf der Suche nach einem Käufer.

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