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Ausblick 2018

So blicken Mittelständler aufs neue Jahr

  Digitalisierung, Volatilität, Disruption: Diese Themen haben den Mittelstand 2017 beschäftigt. Und es werden auch die prägenden Schlagworte im kommenden Jahr sein.

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Timm Kehler Zukunft Erdgas Presse

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Timm Kehler, Vorstand von Zukunft ERDGAS e.V.

„2018 entscheidet sich, ob wir die Trendwende beim Klimaschutz einleiten können. Die Energiewende kostet uns mehr als 25 Milliarden Euro jährlich, verfehlt aber dennoch die Klimaziele. Solange ineffiziente Kohlekraftwerke den CO2-Fußabdruck im deutschen Strommix bestimmen, laufen die teuren Initiativen zum Ausbau der Erneuerbaren ins Leere. Solange noch fünf Millionen Ölheizungen in den Kellern stehen und der Verkehr mit Benzin und Diesel rollt, bleiben die Klimaziele unerreichbar. Doch es gibt Lösungen: Die deutschen Gaskraftwerke sind aktuell kaum ausgelastet und stehen kurzfristig als flexible und CO2-arme Kapazitäten zur Verfügung. Die Energiewende ist machbar und mit Erdgas wird sie zum Erfolg. Denn Erdgastechnologien bieten das, was die Energiewende am dringendsten braucht: Bezahlbaren Klimaschutz.“

Ingo Müller DMK Deutsches Milchkontor Presse

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Ingo Müller, Sprecher der Geschäftsführung der DMK GROUP (Deutsches Milchkontor)

„Verbraucher wird es freuen: Die Preise für Milchprodukte dürften 2018 zunächst tendenziell sinken. Trinkmilch, Butter, Käse, Quark, Joghurt & Co. werden wieder etwas günstiger, weil der Milchpreis mittlerweile schwankt wie der Ölpreis. Diese Volatilität rührt daher, dass die internationalen Milchmärkte weitgehend liberalisiert sind. Für die Anbieter bedeutet das: Der Wettbewerb wird wieder härter. 2018 startet mit einem Mix aus Angebotsüberhang im Inland, gedämpften Exportmöglichkeiten sowie neuen, an Nachhaltigkeit orientierten Verbraucherwünschen. Die Zukunft gehört den Anbietern, die flexibel auf wechselnde Marktbedingungen reagieren. Genau so haben wir uns 2017 aufgestellt, um unseren rund 8.000 Landwirten, Eigentümer unseres genossenschaftlichen Molkereiverbundes, einen wettbewerbsfähigen Milchpreis erwirtschaften zu können.“

Rainer Hundsdörfer Heidelberger Druckmaschinen Presse

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Rainer Hundsdörfer, Geschäftsführer Heidelberger Druckmaschinen

„Die Nachfrage nach digital gedruckten Verpackungen und Etiketten ist bereits sehr gut und wächst weiter. Um unsere Ziele zu erreichen, werden wir daher sicherlich Ressourcen von den traditionellen Printaktivitäten zum Digitaldruck verlagern und entsprechende Kapazitäten nachhalten, wenn die Nachfrage weiter so gut bleibt, wovon wir ausgehen können. Es ist noch etwas früh, um konkrete Umsatzziele für unser neues Abomodell zu nennen. Wir haben gerade erst die Pilotphase gestartet und bereits die ersten Kunden für das neue Geschäftsmodell gewonnen. Was wir heute schon sagen können ist, dass das neue Angebot gerade bei unseren mittelständischen Kunden auf großes Interesse stößt, die die Mehrheit unserer Kundenbasis darstellen. Aber das Geschäftsmodell ist neu in unserer Industrie, wir wollen keine unkalkulierbaren Risiken eingehen, daher werden wir den Hochlauf mit Bedacht vornehmen und in diesem Geschäftsjahr etwa zehn Verträge abschließen.“

Thomas Bauer Spezialtiefbau Presse

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Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender der Bauer Gruppe (Spezialtiefbau)
„Wir hatten in den vergangenen vier Jahren eine sehr schwere Zeit. Im laufenden Jahr dagegen ist es deutlich aufwärts gegangen, die Konkurrenzsituation durch extreme Überkapazitäten aus China hat sich sehr entspannt und wir sehen eine deutliche Leistungs- und Umsatzsteigerung, die mir schon fast zu viel ist. Um die weitere Umsatzsteigerung mache ich für die nächsten Jahre am allerwenigsten Sorge. Aber unsere Profitabilität ist im Moment zu niedrig, damit sind wir nicht zufrieden.“

Sybille Kircher, Geschäftsführerin Nomen Deutschland Presse

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Sybille Kircher, Geschäftsführerin Nomen Deutschland

„Zukunftsfähige Namen müssen die Produktpositionierung für Anwender weltweit nachvollziehbar und ansprechend widerspiegeln, möglichst frei von bestehenden Markenrechten Dritter und zudem als eigene URL sowie als App verfügbar sein. Durch den digitalen Wandel ist noch eine weitere Namensanforderung hinzugekommen. Derzeit liegt der Fokus noch auf dem Namen in seiner geschriebenen Form. Künftig wird jedoch die gesprochene Sprache ein entscheidendes Kriterium für die Wahl des Namens sein, da immer mehr Produkte sprachgesteuert sind. Wichtig ist, dass elektronische Geräte den jeweiligen Namen zweifelsfrei erkennen, egal mit welchem Akzent oder Dialekt er ausgesprochen wird.“

Peter Oberegger, CEO pmOne AG Presse

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Peter Oberegger, CEO pmOne AG

„Ein Lebensversicherer verlässt sich neuerdings ausschließlich auf Computer, um Versicherungsansprüche zu bearbeiten; immer mehr Online-Händler unterhalten sich mit ihren Kunden über automatische Chatbots; Autobauer und Tech-Unternehmen arbeiten an selbstfahrenden Autos und Lastwagen. Nach Digitalisierung und Big Data erfolgt gerade eine dritte Revolution, die das Wirtschaftsleben weiter verändern wird: Die der künstlichen Intelligenz (KI). Dank Vernetzung und immensen Datenmengen können wir nun Computer zu selbstlernenden, immer „intelligenteren“ Maschinen machen, die ganz neue Möglichkeiten für Unternehmen schaffen: passgenaue automatisierte Anlage-Beratung auf Basis einer intelligenten Analyse von Kundenausgaben und -einnahmen; dynamische Preisgestaltung im E-Commerce, die sich in Echtzeit an erlernte Käuferverhalten anpasst. Unternehmen, die diese neuen Möglichkeiten ignorieren, werden von ihren Wettbewerbern unweigerlich überrollt werden. Die Berater von McKinsey schätzen, dass die 35 größten Tech-Konzerne der Welt bereits 2016 20-30 Milliarden Dollar in künstliche Intelligenz investierten. Aber noch haben deutsche Unternehmen jede Chance, von dieser dritten digitalen Revolution zu profitieren. In vielen Bereichen sind sie auch nach zwei digitalen Revolutionen weiterhin Weltmarktführer. Deutsche Autos oder Werkzeugmaschinen können also künftig so intelligent sein, wie sie heute digital und datengetrieben sind. Deutschlands Unternehmer – vorneweg der Mittelstand – müssen jetzt handeln, auch weil die künstliche Intelligenz Fragen aufwirft, mit der sich die Welt noch auseinandersetzen muss. Nur wer bei künstlicher Intelligenz ganz vorne dabei ist, wird die Zukunft – die unserer Wirtschaft und Gesellschaft – mitgestalten können. “

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