WirtschaftsWoche

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17.03.2017

11:00 Uhr

Auslandspraktikum

Das müssen Studenten beachten, die im Ausland arbeiten wollen

Von: Nico Hornig

  Auslandserfahrung macht sich gut im Lebenslauf. Doch damit das Arbeiten im fremden Land wirklich erfolgreich wird, ist gute Vorbereitung wichtig.

Praxiserfahrung sammeln, Sprachkenntnisse verbessern und interkulturelle Kompetenzen erwerben: Für ein Praktikum im Ausland spricht viel. Doch wer beschließt, mehrere Monate in einem anderen Land zu verbringen, sollte genug Vorlaufzeit zur Organisation einplanen.

„Generell ist es eher unwahrscheinlich, dass Sie heute die Idee haben und schon einen Monat später im Ausland sind“, erklärt die Berufs- und Karriereberaterin Maja Skubella von der Karriereberatung „Karriere und Entwicklung“. „Man sollte schon mit drei Monaten bis einem halben Jahr Vorlaufzeit rechnen“

Ist die grundsätzliche Entscheidung für ein Praktikum gefallen, stellt sich eine entscheidende Frage: Selber suchen oder eine Agentur beauftragen? Die Vorteile einer Agentur liegen auf der Hand: Weniger Stress mit der Organisation und ausgewählte Praktikumsstellen. Ein großer Nachteil aber auch: Es kostet Geld. Wer es sich leisten kann, eine Agentur für sich suchen zu lassen, sollte aber auf die Seriosität der Vermittlungsstelle achten. Wenn das Unternehmen schon länger am Markt ist, ist das schon einmal ein gutes Zeichen. Auch die Lektüre von Erfahrungsberichten im Netz kann helfen, schwarze Schafe auszusortieren.

Deutschlands beste Universitäten im Überblick

BWL

40,2 Prozent der Personaler finden, dass BWL-Studenten von der Uni Mannheim am besten auf das Berufsleben als Betriebswirt vorbereitet sind. Damit ist die Uni Mannheim Deutschlands beste Hochschule für die Fachrichtung BWL.

Wirtschaftsinformatik

28,7 Prozent der Personaler sind besonders von den Studenten der TU Darmstadt begeistert. Sie ist im Ranking die beste Uni im Bereich Wirtschaftsinformatik.

Wirtschaftsingenieurwesen

Bei 49,3 Prozent der Personaler sind Wirtschaftsingenieure von der RWTH Aachen sehr beliebt. Sie ist die beste Uni in der Fachrichtung Wirtschaftsingenieurwesen.

Naturwissenschaften

Die TU Berlin ist im Bereich der Naturwissenschaften besonders beliebt bei den Personalern. 22,3 Prozent von ihnen halten die Studenten dieser Uni für besonders gut.

Jura

Unter den Universitäten, die Jura als Fach anbieten, ist bei den Personalern besonders die LMU München beliebt. 20,8 Prozent bevorzugen Studenten dieser Uni.

Informatik

Auch bei Informatik hat die RWTH Aachen bei den Personalern die Nase vorn. 27,9 Prozent finden Studenten dieser Uni besonders gut.

Elektrotechnik

Bei 30,8 Prozent der befragten Personaler sind Elektrotechnik-Studenten der TU München besonders gefragt.

Maschinenbau

35,1 Prozent der Personaler finden im Bereich Maschinenbau Studenten der RWTH Aachen besonders gut.

VWL

Bei 23,8 Prozent der Personaler sind die Studenten der Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt am Main besonders beliebt.

Wer sich dazu entscheidet selber zu suchen, kann sich auch an die deutsche Außenhandelskammer seines Ziellandes wenden. Außerdem bietet der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) eine Übersicht über kostenlose und kostenpflichtige Praktikumsbörsen.

Spätestens wenn es an die Bewerbung geht, sollten Studenten sich mit den benötigten Sprachkenntnissen auseinandersetzen. Für manche Stellen kann es nötig sein, Sprachkenntnisse durch ein anerkanntes Zertifikat wie TOEFL (Test of English as a Foreign Language) oder DELF (diplôme d’études en langue française) nachzuweisen. Möglicherweise genügt auch der Nachweis eines Sprachkurses an der Uni oder Volkshochschule. Auch vorherige Praktika oder andere Auslandsaufenthalte können unter Umständen das Sprachniveau belegen.  

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