WirtschaftsWoche

MenüZurück
Wird geladen.

19.06.2017

19:31 Uhr

Auftakt der Brexit-Gespräche

Gemeinsamer Fahrplan steht

Von: rtr, dpa

  Nach dem ersten Verhandlungstag haben sich Briten und EU auf einen gemeinsamen Fahrplan zum Brexit geeinigt. Künftig soll es jeden Monat eine Verhandlungswoche zu dem EU-Austritt geben.

Michel Barnier (links) und David Davis nach der gemeinsamen Pressekonferenz in Brüssel. AP

Michel Barnier (links) und David Davis nach der gemeinsamen Pressekonferenz in Brüssel.

Großbritannien und die Europäische Union wollen EU-Chefunterhändler Michel Barnier zufolge jeden Monat eine Woche lang über die Bedingungen des britischen Austritts aus der Staatengemeinschaft verhandeln. Diesen Zeitablauf habe er mit dem britischen Brexit-Minister David Davis vereinbart, sagte Barnier am Montagabend in Brüssel. "Ein fairer Deal ist möglich und weit besser als kein Deal", sagte der Franzose bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Davis nach der ersten Verhandlungsrunde in Brüssel. Die EU werde in den Gesprächen "niemals" gegen Großbritannien arbeiten.

Die britische Premierministerin Theresa May hatte damit gedroht, dass ihre Regierung den Verhandlungstisch mit der EU verlassen könnte, wenn die Gespräche nicht die gewünschten Ergebnisse bringen.

"Die Uhr tickt", fügte Barnier mit Blick auf das britische Austrittsdatum aus der EU am 29. März 2019 hinzu. Nach seinen Angaben soll in den Verhandlungen zunächst über die Rechte von britischen und EU-Bürgern im jeweils anderen Hoheitsgebiet und die britischen Finanzverpflichtungen gegenüber der EU gesprochen werden.

Zudem sollen wichtige Mitarbeiter beider Seiten bald über Irland sprechen, sagte Barnier. Die Bewahrung des Karfreitagsabkommens und die Durchlässigkeit der Grenze zwischen Irland und Nordirland seien die drängendsten Fragen. Das Karfreitagsabkommen von 1998 hatte nach Jahrzehnten der Gewalt zwischen Protestanten und Katholiken den Weg für eine Einheitsregierung geebnet.

Erst danach soll das von Großbritannien gewünschte Freihandelsabkommen Thema sein. Davis erklärte, sein Land werde den EU-Binnenmarkt und die Zollunion verlassen. An dieser Position der britischen Regierung habe sich nichts geändert.



Direkt vom Startbildschirm zu Wiwo.de

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×