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07.12.2017

09:28 Uhr

Insider

Opel-Stammwerk in Rüsselsheim droht Kurzarbeit

Von: Annina Reimann

exklusiv  Opel nimmt Mitte Dezember Verhandlungen über das Sanierungsprogramm Pace auf. Ein Punkt auf der Agenda ist Kurzarbeit, um die geringere Auslastung der Opel-Werke Rüsselsheim und Kaiserslautern zu kompensieren.

Opel-Flaggen vor dem Stammwerk in Rüsselsheim REUTERS

Opel-Flaggen vor dem Stammwerk in Rüsselsheim

Die Geschäftsführung von Opel will über Kurzarbeit verhandeln. Betroffen wären vor allem das Stammwerk in Rüsselsheim und in der Folge dann auch das Komponentenwerk in Kaiserslautern, das auch Teile nach Rüsselsheim liefert.

Das erfuhr die WirtschaftsWoche von mehreren Insidern. Im Werk Eisenach wird bereits kurzgearbeitet. Bei Opel werden Teile der Belegschaft vorübergehend weniger ausgelastet sein, weil die neue Mutter PSA nicht alle Modelle so wie ursprünglich geplant weiterführen will. Wie dies kompensiert werden kann, ist Teil der Verhandlungen. Opel-Chef Michael Lohscheller hatte bisher nur von „Kurzarbeit in einigen Bereichen“ gesprochen, aber keine Details genannt.

Der Zeitplan für die Verhandlungen über das Sanierungsprogramm Pace soll Mitte Dezember stehen. Am 15. Dezember soll eine am 4. Dezember unterbrochene Betriebsversammlung weitergeführt werden. Für Probleme hat der Betriebsrat Rüsselsheim vorgebaut: Ein Anwalt darf laut Beschluss des Betriebsrats arbeitsgerichtliche Verfahren in Gang setzen – bis hin zu einer einstweiligen Verfügung. So sollen die „Rechte des Betriebsrates im Rahmen der Verhandlung und Umsetzung vom Projekt PACE! (vermutliche Betriebsänderung)“ gewahrt werden.

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So steht es im Beschluss. Eine Betriebsänderung kann Nachteile für die Belegschaft bringen. Laut Gesetz kann dabei der Betrieb verlegt oder die Organisation verändert werden. Betroffen wäre Recherchen der WirtschaftsWoche zufolge etwa der Einkauf, der künftig mit PSA zusammenarbeiten soll. Stellen könnten sich verändern oder wegfallen. Folge der Betriebsänderung kann ein Sozialplan sein.

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